Ich freue mich, dass Sie meine Homepage besuchen! Hier finden Sie Informationen über meine politische Arbeit und über mich persönlich.
Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Probleme haben, können Sie sich gern an mich wenden.
Beste Grüße
Ihr Jürgen Maresch


pśedsedaŕ/Vorsitzender: Harald Końcak/Harald Konzack
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Die Demonstration am 12.05.2012 von allen demokratischen Kräften gegen die NPD in Cottbus hat mir eines sehr deutlich gezeigt. Es ist notwendig, dass alle demokratischen Kräfte gegen rechtes Gedankengut aufstehen und ihre Ablehnung gegen diese Geisteshaltung kund tun. Wichtig ist hierbei die Begrifflichkeit alle.
Hier muss aller politischer Streit zurückstehen. Dies ist zwingend geboten und notwendig. Gerade das Beispiel Spremberg zeigt, dass es eben nicht reicht nur plakativ dagegen zu sein. Es muss aufgeklärt werden. Dies muss bereits sehr früh begonnen werden. Und es ist eben nicht nur die NPD der unsere Aufmerksamkeit zu widmen ist.
Es sind vor allem die rechtsextremistischen Kräfte, die sich in sogenannten freien Kameradschaften organisieren. Hier wissen wir als demokratische Verfechter zu wenig. Es ist auch ein schlechtes Zeichen, wenn der polizeiliche Staatsschutz im Süden Brandenburgs lediglich über acht(!!) Beamte verfügt. Dies wurde so von einem Beamten in einer Stadtverordnetenversammlung in Spremberg dargestellt. Für so eine große Region ist das eindeutig zu wenig.
Auch scheint die Zusammenarbeit zwischen Verfassungsschutz und polizeilichem Staatsschutz in Sachen Rechtsextremismus lange nicht da zu sein, wie man auch mir im parlamentarischen Raum immer wieder darstellt. Auch dies entnehme ich Äußerungen von Beamten in der besagten Stadtverordnetenversammlung. Wohin dies führt bekommt man ja gerade in Spremberg derzeit vorgeführt. Ich habe mich persönlich gefreut, dass viele Cottbuser an der Demonstration gegen die Nazis teilgenommen haben. Ich habe mich ausdrücklich geärgert, dass ich persönlich keine Stadtverordnete oder Landtagsabgeordnete der CDU und der FDP gesehen habe.
Ich rege im Nachgang an, dass die Organisatoren, die Stadtverwaltung, die Demonstranten und die Polizei zu einem Auswertegespräch zusammen kommen und Missverständnisse ausdiskutieren. Ich persönlich bin nicht mehr in der Lage zu verstehen, warum eine solch demokratiefeindliche Partei wie die NPD nicht verboten wird. Das bekämpft das Problem sicher nicht.
Aber es ist ein Signal – ein notwendiges Signal.
Mit großer Verwunderung und teilweisem Entsetzen las ich am 10.05.2012 den Artikel „Lausitzer Forscherin sattelt um“ in der Lausitzer Rundschau.
Der Artikel stellt eine junge Frau vor, die zum Zwecke der Forschung Deutschland verlassen wird, um in Wien zu promovieren. Ich finde es grundlegend sehr begrüßenswert, wenn sich junge Menschen große Ziele setzen und dazu auch den Mut aufbringen, ihre gewohnte Umgebung aufzugeben, um in einem anderen Land Wissen und neue Erfahrungen zu sammeln.
Dieser Artikel hat jedoch nicht nur die Vorstellung einer jungen engagierten Frau zum Thema, sondern vorrangig deren Ziel, sich forschend mit dem Down-Syndrom zu befassen. Mit völlig realitätsfernen und auch fachlich unkorrekten Begrifflichkeiten spricht man im Artikel vom Down-Syndrom als einer „heimtückischen Krankheit“, unter welchem die Betroffenen „leiden“ würden. Die junge Forscherin möchte nun dafür sorgen, dass Frauen mit Kinderwunsch im Alter von über 40 Jahren „ruhiger schlafen können“ und spricht davon, dass mit einem positiven Forschungsergebnis der „heilige Gral auf diesem Gebiet geknackt“ sei.
Entsetzte Leserbriefe zeigen deutlich, dass mit dieser überaus einseitigen Darstellung dieses Themas eine ethische Grenze überschritten wurde. So äußern sich Mütter von Kindern mit Down-Syndrom, dass diese Menschen ein Recht auf ihr Leben haben bzw. auf eine volle Teilhabe und dass sie weit davon entfernt sind, an dieser „Krankheit“, welche nicht einmal eine ist, zu leiden. Betroffene Eltern kritisieren nicht nur die fachlich falschen Informationen, die in diesem Artikel der Öffentlichkeit präsentiert werden, sondern verweisen auf die bereits geschehene „Ausrottung dieser Menschen mit Down-Syndrom“ in Deutschland.
Ich selbst fühle mit den - durchaus auch unter 40-jähigen - betroffenen Eltern und finde mich in deren bewertenden Worten „Ignoranz, Unwissenheit und Arroganz“ wider.
Erst vor 2 Jahren beschrieb der Film „Me too – Wer will schon normal sein?“ eindrucksvoll, wie viel ein Mensch mit Down-Syndrom zu leisten in der Lage ist und wie er selbst sein Leben bewertet. Diese Bewertung kann und darf man weder während eines Lebens noch vor dessen Beginn einem Menschen abnehmen. In zahlreichen weiteren Medienangeboten wurde mit diesem Thema sowohl realistisch, neutral-sachlich als auch empathisch und sensibel umgegangen. Die am 08.05.2012 ausgestrahlte Sendung „Leben mit dem Down-Syndrom“ der WDR-Dokumentationsreihe Quarks & Co schaffte es sogar, alle Herangehensweisen gekonnt miteinander zu vereinen. In ca. 42 Minuten nährten sich die Macher des Filmbeitrags diesem sensiblen Thema sowohl sachlich mit Informationen aus der Wissenschaft, als auch respektvoll und empathisch über den Weg der Menschen mit Down-Syndrom selbst. Die Betroffenen selbst schilderten ihr Leben, sich selbst und ihre Sichtweise auf die Dinge.
Weder im Film „Me too – Wer will schon normal sein?“ noch in der WDR-Produktion, welche nur 2 Tage vor Erscheinen des Artikels der Lausitzer Rundschau ausgestrahlt wurde, hat man zu irgendeinem Zeitpunkt das Gefühl, gegen dieses Syndrom und damit gegen diese Menschen etwas unternehmen zu müssen. Ebenso wenig hat man das Gefühl, dass diese Menschen selbst oder deren Angehörige der Meinung wären, dass es besser wäre, wenn es sie nicht gäbe. Ein jeder Zuschauer erfährt, dass diese Menschen ein sehr schönes Leben führen können, einen wichtigen Betrag in der Gesellschaft leisten und dass man alles dafür tun sollte, ihnen eine volle Teilhabe zu ermöglichen.
So fordert es auch die UN-Behindertenrechtskonvention, welche Deutschland ratifiziert und anerkannt hat und deren Umsetzung damit unstrittig ist. Sie fordert die Schaffung eines inklusiven Gesellschaftssystems, in welchem alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Hierfür ist eine Menge zu tun. Der Weg zu einem solch inklusiven Gesellschaftssystem ist noch lang und es darf niemand auf diesem verlorengehen oder gar von vorherein ausgeschlossen werden. Die Menschen - gleich welcher Behinderung - leben aber auch im Hier und Jetzt und sind von einer gleichberechtigten Teilhabe leider noch weit entfernt. Solange sie noch immer nicht bedarfsdeckend und vor allem einkommens- und vermögensunabhängig ihre benötigten Leistungen erhalten, ist für jede Form ethisch bedenklicher Forschung meines Erachtens kein Geld vorhanden. Die Forschung spielt eine große und wichtige Rolle, wenn es um die wichtige Lebenserhaltung wie beispielsweise die Krebsforschung geht, aber keinesfalls, wenn es sich um die Verhinderung eines Lebens handelt, über dessen Wert niemand anderes als derjenigen zu bestimmen hat, der es führen wird.
Hier zieht eine Leserin treffenderweise den Schluss, dass sich die beschriebene junge Forscherin zunächst einmal mit den Menschen mit Down-Syndrom beschäftigen solle, bevor sie sich deren Ausrottung widmet.
Diesen Appell richte ich hiermit auch an die Redaktion der Lausitzer Rundschau. Im Zeitalter der UN-Behindertenrechtskonvention hat auch eine Zeitung die Pflicht, sich einem solchen Thema respektvoll zu nähern, sich fachlich intensiv damit zu befassen und keinesfalls die ethischen Grenzen der Leserschaft zu überschreiten. Dieses haben sie offensichtlich mit Ihrem Artikel getan.
Zu den im Auftrag des MBJS verkündeten einschneidenden Kürzungen des Witaj-Unterrichts (Projekt zur Revitalisierung des Gebrauchs der niedersorbischen Sprache) erklärt der minderheitenpolitische Sprecher Jürgen Maresch:
Was sind alle regierungsoffiziellen Gratulationen und Grußworte zum 10. Jahrestag des Brandenburger Witaj-Projekts wert, wenn das Bildungsministerium jetzt ohne vorherige öffentliche Erörterung wahllos Kürzungen anweist, die den Fortbestand des Erfolgsprojekts „Witaj“ ernsthaft gefährden. Weder die DOMOWINA und der Rat für sorbische/wendische Angelegenheiten beim Landtag noch der Bildungsausschuss des Landtages und schon gar nicht die Witaj-Schulen wurden in die Diskussion einbezogen.
Über 10 Jahre (haupt- wie ehrenamtliches) Engagement von vielen Sorben/Wenden und nicht unbeträchtliche finanzielle Mittel, die Brandenburg für die Revitalisierung der vom Aussterben bedrohten niedersorbischen Sprache eingesetzt hat, werden mit dieser Verwaltungsentscheidung entwertet. Mit Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit von Politik hat das nichts zu tun!
Wir fordern Ministerin Münch auf, diesen Planspielen in ihrem Hause unverzüglich ein Ende zu bereiten. Wir erwarten, dass sie den Auftrag des Landtages vom 25. Januar erfüllt und dem Bildungsausschuss im nächsten Quartal eine Einschätzung zur Wirksamkeit des bilingualen Sachfachunterrichts in niedersorbischer Sprache (auch als "WITAJ-Projekt" bezeichnet) in Verbindung mit dem Sorbisch/Wendisch-Unterricht vorlegt und Handlungserfordernisse seitens des Landes vorstellt.(siehe Landtagsbeschluss 5/4674-B)
Wir als LINKE bleiben dabei: Die von den Sorben/Wenden seit Langem geforderte Evaluierung des Witaj-Projekts ist dringend erforderlich – sie kann, sie muss die Grundlage für eine erfolgreiche Weiterentwicklung dieses Projekts sein!
SPD und DIE LINKE haben sich mit ihrer Koalitionsvereinbarung vom November 2009 zur Förderung der Mehrprachigkeit in Brandenburg verpflichtet – damit ist das jetzige Verwaltungshandeln des MBJS nicht vereinbar!
Wie in jedem Jahr wird der 5. Mai als Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen begangen. Betroffene, ihre Familienangehörigen und engagierte Bürgerinnen und Bürger fordern wie jedes Jahr aufs Neue die schnellstmögliche Umsetzung der UN-Konvention für behinderte Menschen.Der diesjährige 5. Mai steht unter dem Motto „Jede Barriere ist eine zu viel“ und soll die Anliegen von Menschen mit Behinderungen auf die Straßen und Plätze der Republik und in die Köpfe der Menschen bringen, denn Barrierefreiheit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine inklusive Gesellschaft. Das macht auch Artikel 9 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen deutlich. Er verpflichtet alle Vertragsstaaten dazu, geeignete Maßnahmen zu treffen, um Hindernisse und Zugangsbarrieren zu beseitigen.
Die neusten Zahlen sind auch für Cottbus höchst interessant. In Cottbus leben 15.970 Menschen mit einer Behinderung. Davon sind 11.693 schwerbehindert. Die weitaus meisten schwerbehinderten Menschen, nämlich 6.732 sind 65 Jahre und älter. Lediglich 549 Menschen wurden mit der Behinderung geboren. Der weitaus größte Anteil also erwarb sich die Behinderung im Laufe eines Lebens. Dies zeigt eineindeutig, dass wir alle von der Problematik betroffen sein können. Übrigens zeigt die Statistik für Cottbus einen interessanten Teil. 145 Kinder und Jugendliche in Cottbus sind schwerbehindert. Die Landesregierung betrachtet die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung, dass ist nämlich Inklusion, lediglich als gemeinsames lernen. Wenn man sich die Zahlen für Cottbus jedoch ansieht, für Brandenburg sind sie ähnlich, dann sieht man, dass hier die Problematik falsch priorisiert wird. Inklusion bedeutet sehr viel mehr als gemeinsames lernen. Sehr viel mehr.
Ich werde am 5. Mai, in der Zeit von 11:00 bis 16:00 Uhr einen Stand zur Information für die Betroffenen und Interessierten betreiben. Hier können die Menschen alles erfahren über das persönliche Budget, über Rundfunkbefreiung für schwerbehinderte Menschen, über Parkerleichterungen, über Merkzeichen und Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderung. Ich möchte ausdrücklich erklären, dass dies kein politischer Stand ist sondern ein Stand für die Betroffenen. Hier können mir die Bürger ihre Probleme schildern und ich versuche zu helfen. Weiterhin plane ich die Initiierung eines Gesprächskreises Inklusion in Cottbus. Dazu lade ich alle Menschen ein. Es ist inzwischen so, dass sich alle möglichen Menschen über Inklusion unterhalten und beratschlagen, aber die eigentlich Betroffenen und die Angehörigen werden vergessen. Dies muss beendet werden. Ich wende mich ausdrücklich an Betroffene, betroffenen Angehörige und betroffene Eltern. Lassen Sie uns gemeinsam reden und Erfahrungen austauschen. Hier können Sie, unabhängig von ihrer Behinderung , sich mitteilen und treffen Menschen die zuhören und vieleicht helfen können. Dies schwebt mir vor.
Ich weiß, dass es manchmal unerträglich ist immer wieder schikaniert, bedrängt und alleingelassen zu werden. Aber gemeinsam können wir uns eine Stimme der Betroffenen verschaffen. Ohne finanzielle Interessen, einfach nur dazu, dass wir endlich gehört werden in dieser Stadt.
Die Feststellungen des brandenburgischen Innenministers in Bezug auf die starke Kriminalität im Grenzbereich begrüße ich ausdrücklich. Ich darf mir erlauben anzumerken, dass ich dies – als einziger der Koalition- bereits vor einem Jahr vorausgesagt habe und damals in Grund und Boden verdammt wurde. Ohne eine dauerhafte starke Präsenz von Kollegen vor Ort wird die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität nicht funktionieren.
In Bälde treffen sich der Bundesinnenminister und Länderinnenminister in Frankfurt/ Oder. Der Bundesinnenminister hat vor dem Treffen bereits angekündigt, nichts für die Verstärkung der Bundespolizei im Grenzgebiet zu tun. Ich halte dies für massiv falsch und es entspricht auch nicht dem Auftrag der Bundespolizei. Der Schutz der Grenzen ist immer Bundessache. Der Bundesinnenminister will einfach ablenken, von dem massiven Abbau der Bundespolizei in den letzten Jahren und die damit einhergehende Verunsicherung der Menschen hier im Grenzgebiet, bei den Kollegen an sich vor Ort. Ich bin über zwanzig Jahre Bundespolizist- so schlecht wie jetzt – war die Stimmung bei der Bundespolizei noch nie. Wo früher sechs bis sieben Streifen unterwegs waren- ist heute eine Streife unterwegs- wenn überhaupt. Auch der Bundesinnenminister muss seine Position überdenken.
Ich schlage vor, dass Herr Woidke mit dem Bundesinnenminister und den anderen Innenministern anregt, dass der Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei im Grenzgebiet von derzeit 30 km auf 50 km erweitert wird. Diese Erweiterung ist in Fachkreisen allseits anerkannt und würde eine spürbare Verbesserung der Situation im Grenzgebiet mit sich bringen. Bisher waren aber die Innenminister gegen diese Erweiterung. Selbstverständlich muss damit einhergehen, dass der Personalabzug bei Bundes- und Landespolizei im Bereich der Grenzen aufhört.
Es muss endlich klar werden, dass nur gemeinsame Handlungen von Bundes- und Landesbehörden zu einer Verbesserung der Situation hier im Grenzbereich führen.
An erster Stelle muss es im Bund und im Land aufhören, dass Personal hier an der Grenze abgebaut wird. Die Situation im Grenzbereich ist nicht nur eine nationale Aufgabe sondern eine europäische Problemlage. Die früher hervorragende Zusammenarbeit der Bundespolizei mit der Landespolizei Brandenburg, die auf Grund der massiven Personalreduzierungen gar nicht mehr stattfinden kann (gemeinsame Streifen etc.) müssen wieder aufgenommen werden. Dies geht aber nur, wenn endlich aufgehört wird Personal abzuziehen. Die innere Sicherheit ist kein Modell an dem man spart - im Gegenteil. Wer hier einspart, wird am Ende mehr bezahlen. Das müssen endlich die politisch Verantwortlichen begreifen.
Liebe Besucher meiner Hompage,
erlaubt mir heute, mich auf diesem Weg an Euch zu wenden. Es ist ja nun die Hälfte der Legislaturperiode im Brandenburger Landtag um und ich halte es für wichtig darzustellen, woran ich gearbeitet habe in dieser Zeit. Sicherlich wird diese Halbzeitbilanz nicht vollständig sein und ja, sie wird anders sein als ihr denkt, denn sie ist einzig und allein aus meiner persönlichen Sicht geschrieben. Sie ist nicht abgestimmt mit der Landtagsfraktion. Das soll sie auch gar nicht sein, denn es ist meine persönliche Bilanz und deshalb gibt es Dinge, auf die ich ganz anders fokussiere.
Ich kann feststellen, dass ich heute Dinge anders sehe als im September 2009. Damals wurde ich für viele unverhofft als Direktkandidat im Cottbuser Süden gewählt. Ich weiß noch sehr genau, wie ich mich in jener Nacht in meinem Bett gewälzt habe – nicht wissend, was da auf mich zukommt. Ich weiß noch genau, wie ich das erste Mal in den Landtag gefahren bin und nicht glauben wollte, was ich da vorfand. Ein so alter und heruntergekommener Landtag – aber wer bin ich, darüber zu richten. Ich weiß noch genau, wie ich Räume und Gänge verzweifelt gesucht habe. Wie ich dann da war und dies der großen Masse egal war. Nun, das muss man erst einmal verwinden. Gleichwohl habe ich mich nach einer Weile eingearbeitet und konnte konstruktiv arbeiten und mich einbringen. Ein weiteres, für mich persönlich wohl das bedeutendste Ereignis in dieser Zeit, war meine schwere Krankheit. Sie kam plötzlich und unvorhergesehen. Es hat eine Weile gedauert bis ich erkannte, was für ein Glück ich hatte. Ich habe alles sehr gut überstanden und absolut nichts ist körperlich zurückgeblieben.
In der Fraktion bin ich für Menschen mit Behinderung und für Minderheiten zuständig. Dies ist ein sehr weites Feld und betrifft auch alle anderen Gebiete. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am alltäglichen Leben ist ja nun Gott sei Dank unter dem Begriff Inklusion in aller Munde und zeigt bereits sehr deutlich, dass man auf diesem Gebiet eben nicht allein handeln kann. Dies umzusetzen in der Fraktion ist schwer. Für alles Mögliche gibt es Sprecher und keiner lässt den anderen in sein Gebiet reinreden. Dies ist nun leider bei dem Thema Inklusion unmöglich. Inklusion ist auch bedeutend mehr als gemeinsames Lernen in der Schule. Ich persönlich glaube auch fest, dass in Brandenburg das Thema an sich falsch angegangen wird. Aber damit bin ich für mein Empfinden allein. Allein wie auch meine diametral entgegengesetzte Meinung zu einigen Projekten der Landtagsfraktion. Zu nennen wäre da vor allem die Polizeireform. Da ich nun mal zwanzig Jahre lang Polizist war, einige Reformen bereits erlebt habe, ist mir die Sinnhaftigkeit von einer derartigen Personalreduzierung bis zum Jahr 2019 nicht nachvollziehbar. 1900 Stellen sollen bis dahin wegfallen. Diese wird Konsequenzen haben, wie man bereits heute in der steigenden grenzüberschreitenden Kriminalität sieht. Vor einem Jahr bin ich wegen meinen Befürchtungen diesbezüglich verlacht worden. Ich habe mich auch gegen die Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte ab dem Jahr 2013 gewandt und habe dem 15. Rundfunkstaatsänderungsvertrag, der alle Haushalte zu einer GEZ Gebühr heranzieht, meine Zustimmung verweigert. Viele andere Projekte unserer Fraktion habe ich mitgetragen, habe mit geholfen, sie zu gestalten und zu verbessern. Ihr kennt dies alles, insoweit erspare ich mir das an dieser Stelle.
Meine parlamentarische Arbeit kann man auch ganz genau auf meiner Homepage einsehen. Ich bemühe mich sehr, diese immer aktuell zu halten. Für mich ist ein ganz wichtiger Anspruch, glaubwürdig zu sein. Aus diesem Grund beteilige ich mich in sozialen Netzwerken an Diskussionen, habe einen eigenen Blog auf meiner Homepage, wo mich alle Menschen zum einen erreichen und mir zum anderen Anregungen, Hinweise, Tipps und Kritik geben können. Ich bin sehr viel im Land Brandenburg unterwegs und unterhalte mich mit Menschen, die mich um Rat und Hilfe fragen. Dies ist das eigentlich Schöne an meiner Arbeit. Die kleinen Erfolge machen es aus. Das ist für mich sehr befriedigend.
Die Veröffentlichungen betreffend meine Person habe ich nicht mehr gezählt – es waren viele. Diesbezüglich hat mich auch Kritik erreicht. Vor allem in den ersten Jahren, gab es Menschen, die fanden ich wäre zu viel in den Medien und müsste über alles meine Meinung verbreiten. Dies kann man so sehen, ist aber eben nicht meine Sichtweise. Diese Aktivitäten waren wichtig, um mich bekannt zu machen. Ob man dies nun gerne hört bzw. liest oder nicht – ohne Medien funktioniert Politik eben nicht. Und wenn man sich erst einmal einen Namen machen muss, ist dies durchaus auch ein Schritt. Nebenbei bekommt man dann viel Post von Bürgern, die Probleme anschneiden, Hinweise geben, loben oder schimpfen. Insoweit sehe ich dies als ein Erfolg an. Natürlich muss ich dies nun herunterschrauben, um nicht zu übersättigen. Keine Frage. Aber in diesem Zusammenhang bin ich nicht nur als Person benannt worden, sondern immer auch die Partei DIE LINKE. Also war es eben nicht uneigennützig, wie es mir einige vorgeworfen haben.
Grundsätzlich habe ich bemerkt, dass ich mit meiner völlig anderen Art der Sozialisation sehr häufig anecke. Dies mag sicher damit zusammen hängen, dass ich als Polizist gewohnt war, klare Ansagen zu machen, zu bekommen und umzusetzen. Dies ist in der Politik in den seltensten Fällen so. Das beklage ich nicht, sondern stelle fest. Persönlich verfestigt sich meine Meinung, dass man die Zeit im Landtag auf zwei Legislaturperioden begrenzen sollte und danach wieder ins normale Berufsleben geht. Mir ist dabei bewusst, dass ich eine privilegierte Stellung habe. Bei einigen Abgeordneten, übrigens aus allen Parteien, stecken ganz konkrete Ängste vor dem sozialen Abstieg hinter verschiedenen Aktionen bzw. Handlungen.
Aber ich konnte auch sehr, sehr viel bewirken. Ich habe mit anderen Begleitern und ehrenamtlich Aktiven, die eingeschlafene Landesarbeitsgemeinschaft selbstbestimmtes Leben wieder ins Leben gerufen. Diese tritt fest und stark auf und vertritt die Interessen der Menschen mit Behinderung in unserer Partei. Sie macht aufmerksam und berät. Stolz macht mich, dass mein Antrag über die Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderung auf dem letzten Parteitag der Partei in Brandenburg ohne eine Gegenstimme angenommen wurde. Dies zeigt mir, dass der Einsatz für diese Menschen in Brandenburg, der tatsächliche Einsatz für diese Menschen, nur eine soziale Partei wie unsere realisieren kann. Die Schritte sind mitunter mühselig und schwer. Es gibt auch Tage, da möchte man verzweifeln, aber es lohnt sich am Ende doch. Und ja, es gibt auch in unserer Partei nicht wenige, die stöhnen bei diesem Thema. Dies aber muss man ertragen und aushalten, denn ein jeder kann von Behinderung betroffen sein. Und wir reden hier in Brandenburg, bei einer Bevölkerungsanzahl von knapp unter 2,5 Millionen Menschen von fast 400.000 Betroffenen. Diese Anzahl wächst stetig. Insoweit ist dies also eine sehr große Gruppe von Menschen. Dies muss sich ein jeder manchmal bewusst machen.
In der zweiten Hälfte gibt es für mich ganz konkrete Gesetze und Vorhaben. Da ist zum Beispiel die Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes und die Novellierung des Sorben – Wenden Gesetzes. Dies sind zwei große Vorhaben, die ich parlamentarisch begleite und mich, wie bei vielen anderen Initiativen auch, mit meiner Erfahrung einzubringen versuche.
Selbstverständlich werde ich weiter und vor allem für die Menschen da sein, mich für deren Belange einsetzen und ihnen versuchen beizustehen.
Was habe ich so alles falsch gemacht. Zu Beginn meiner Tätigkeit hatte ich zu viele Ämter inne. Immer wieder kam ein neues hinzu. Nun habe ich viele Ämter abgegeben und kann die, die ich behalten habe umso besser und inhaltsreicher ausfüllen. So bin ich neben meiner Abgeordnetentätigkeit noch ehrenamtlich tätig als Präsident der Landesverkehrswacht. Auch bin ich ehrenamtlich als Stadtverordneter und Vorsitzender des Sozialausschusses in Cottbus sowie als Mitglied im Ortsbeirat Groß Gaglow tätig. Diese Aufgaben erfülle ich gerne und so bleibt auch noch Zeit für meine Familie. Etwas, das man nicht hoch genug schätzen kann.
Ich bin ungeduldig und manchmal ungestüm in Wort und Tat. Dies macht mich angreifbar. Ich muss länger überlegen und manchmal besonnener handeln.
Ich bin gegenüber Menschen misstrauischer geworden. Ich habe es mir abgewöhnt immer und zu allem meine ehrliche Meinung zu sagen. Heute halte ich mich mehr zurück und äußere mich längst nicht mehr zu allem. Dies ist eine Erfahrung, die ich machen musste.
Euer Jürgen Maresch
Sehr geehrter Herr Dr. Dröge,
Sie erlauben mir bitte als Mensch der an Gott glaubt, als Vater von drei Kindern (eines meiner Kinder ist schwerstbehindert) als Bürger und auch als engagierter Politiker Ihnen zum Thema Babyklappe massiv zu widersprechen. Ich bin auch ehrenamtlicher Vorsitzender des Sozialausschusses in der Stadt Cottbus. Wir haben uns hier über ein Jahr lang mit der Thematik Babyklappe beschäftigt. Wir haben als Ausschuss zahlreiche Fachleute zum Thema gehört, sogar einen Leiter einer Mordkommission. Ich habe mich selbst auf das ausführlichste mit der Thematik beschäftigt und glaube mir eine Meinung bilden zu dürfen. Ich muss Ihnen deutlich sagen: Babyklappen verhindern nicht eine, nicht eine einzige Kindstötung. Als Anlage übersende ich Ihnen hierzu eine der aktuellsten Studien, die Ihnen hoffentlich als Erkenntnisgewinn dient. Ich finde Ihre Osterbotschaft für die Menschen bezüglich des Themas für massiv schädlich – insbesondere für die Betroffenen. Eine Babyklappe wiegt uns in einer trügerischen Sicherheit, die ich verurteile. Gerade der Staat, die Kirche, wir alle als Gemeinwesen haben alles dafür zu tun, dass Kinder gesund und glücklich aufwachsen. Wir haben alles dafür zu tun, dass den Menschen Unterstützung in scheinbar ausweglosen Lagen angeboten wird. Das sind viele kleine Wege, Initiativen, Schritte, die aber letztendlich ein großes Ganzes bilden. Ein Beispiel an Cottbus. Wir haben hier statt einer Babyklappe eine Mutter in Not Telefon eingerichtet. Eine verzweifelte Schwangere oder Mutter kann eine leicht zugängliche Nummer wählen und hat immer einen Psychiater am Telefon. Immer – über 24 Stunden. Ich halte dies für effektiver und besser und humaner und christlicher. Natürlich ist das nur ein kleiner Schritt in einem ganzen Netzwerk zum Kinderwohl und zur Kindergesundheit der Stadt Cottbus.
Es ist eine Irrweg und in meinen Augen nicht human Babyklappen als Lösung zu präsentieren. Es ist eine Tatsache, dass häufig behinderte Kinder in diesen einfach abgelegt werden. Nein . Ich glaube es müssen ganz andere, neue Wege gegangen werden. Auch die evangelische Kirche hat hier schleunigst umzudenken.
„Die schlimmste Krankheit ist heute nicht Lepra oder Tuberkulose. Vielmehr ist es das Gefühl des Ungewolltseins, des Nicht Versorgtseins und des Verlassenseins.“ Diese Worte von Mutter Theresa sollte sich die Kirche zu Eigen machen und auf diesem Weg voranschreiten. Diese Worte sollten Maxime in Zusammenhang mit den Babyklappen sein, denn sie zeigen meiner Meinung nach deutlich, dass hier Babyklappen kein Segen sind sondern ein Fluch, der uns in etwas wiegt, dass nicht da ist. Wir alle müssen früher ansetzten, früher erkennen. Das muss unser Ziel sein.
Anbei eine unbedingt zu unterstützende Maßnahme des Landesamt für Soziales und Versorgung sowie der Bundesagentur , Agentur für Arbeit Cottbus und bei den Trägern der Grundsicherung. Diese Initiative ist hervorragend geeignet, ältere schwerbehinderte Menschen in Arbeit zu bringen.
Im März 2012 waren 1.770 schwer behinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Davon werden von der Agentur für Arbeit Cottbus insgesamt 577 und in den Jobcentern 1.193 Arbeitslose betreut.
Im Vormonat Februar 2012 waren insgesamt noch 1.812.Arbeitslose mit einer Schwerbehinderung gemeldet, ein Rückgang um 2,3 %, davon – 29 Menschen in Betreuung der Arbeitsagentur, und – 13 Menschen in den Jobcentern.
Gegenüber dem Vorjahresmonat März 2011 reduzierte sich diese Zahl um 159 Arbeitslose. Im Rechtskreis SGB III um 137 und im Rechtskreis SGB II um 22 Arbeitnehmer.
Prozentual also insgesamt um 8,2 %.
Die Agentur Cottbus und die Jobcenter widmen sich sehr intensiv der Vermittlung von Arbeitslosen und arbeitsuchenden Schwerbehinderten, auch durch bewerberorientierte Vermittlung mit dem gemeinsamen Arbeitgeberservice.
Da in der Zielgruppe insbesondere ältere Arbeitnehmer länger von Arbeitslosigkeit betroffen sind, haben das Landesamt für Soziales und Versorgung des Landes Brandenburg ( LASV), die Agentur für Arbeit Cottbus (AA) und die Träger der Grundsicherung eine Kooperationsvereinbarung im Rahmen einer modellhaften Erprobung geschlossen. Ziel ist es, Schwerbehinderte ab dem 45. Lebensjahr initiativ und mit größerer finanzieller Unterstützung dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Seit Beginn des Projektes im Dezember 2011 gelang dies schon in 6 Fällen.
Die Rückmeldungen zeigen, dass die Arbeitgeber durchaus Interesse an der Einstellung schwerbehinderter Menschen haben. Sehr positiv wird dabei das gemeinsame Auftreten der Agentur für Arbeit und des Landesamtes für Soziales und Versorgung bei Arbeitgebern bewertet. Die Beratung erfolgt allumfassend und meistens im Unternehmen direkt vor Ort.
Genau dies ist die richtige Maßnahme um die Betroffenen in Arbeit zu bringen und sie eben nicht mehr links liegen zu lassen. Ich unterstütze diese Initative unbedingt. Bitte veröffentlichens sie dies, da die Maßnahme an sich nur noch bis zum 31. Juli 2012 läuft.
Die Bertelsmannstudie zum Thema gemeinsames Lernen von behinderten und nichtbehinderten Schülern in Deutschland hat einen großen Grundfehler! Selbstverständlich wird richtigerweise auf die Defizite im Bereich der inklusiven Schule hingewiesen. Aber - genau wie in Brandenburg- wird hier Inklusion als alleiniges Problem eines Ministeriums (Bildung) verstanden.
Das ist meine Grundkritik. Denn Inklusion ist weit aus mehr als nur gemeinsames Lernen. Und es ist falsch, mit Inklusion in Schule zu beginnen. Inklusion - also die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am alltäglichen Leben- beginnt weitaus früher als in der Schule. Inklusion erfasst die ganze Gesellschaft - vom Bund, zum Land zur Kommune. Hier in Brandenburg weigern sich viele Kommunen überhaupt anzuerkennen, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention überhaupt in ihre Zuständigkeit fällt.
Dabei findet das Leben schlicht und einfach in der Kommune statt. Inklusion wird auch hier in Brandenburg nicht als Chance wahrgenommen sondern nur unter finanziellen Aspekten gesehen. Dieses Klischee bedient auch die Bertelsmannstudie. Inklusion aber ist ein Menschenrecht. Inklusion bedeutet so viel mehr als gemeinsames Lernen. In Brandenburg gibt es ca. 400.000 Menschen mit Behinderung. Die wenigsten davon gehen noch in die Schule.
Diese Menschen, also die übergroße Mehrheit der behinderten Menschen - werden einfach vergessen. Sie können sich weiter mit den Mühlen der Bürokratie, mit der Arroganz und Ignoranz ihrer Mitmenschen herum schlagen. Das ist die Wahrheit.
Reaktion auf die PM des Behihindertenbeuaftragten des Landes Brandenburg
Am 26. März 2009 trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Dies war für alle Betroffenen ein freudiges Ereignis. Bereits damals aber gab es nicht wenige Stimmen die warnten. Diese Stimmen haben im wesentlichen Recht behalten. Auch hier in Brandenburg. In dieser UN-Konvention geht es eigentlich um Selbstverständliches: Die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung. Diese Menschen müssen am alltäglichen Leben teilhaben können und zwar gleichberechtigt. Diese Menschen sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft, keine Belastung.
Ich selbst habe oft erlebt, dass mein schwerbehinderter Sohn als krank und bedauernswert empfunden wird. Aber er gibt mir soviel, er ist eine wirkliche Bereicherung. Gleichwohl fordern Betroffene immer wieder, dass die Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention eine gesetzliche Aufgabe des Bundes, der Länder und der Kommunen ist. Ich erlebe in meinem praktischen politischen Handeln aber immer anderes. Da geht es nur ums Geld. Die Verantwortlichen haben sehr wohl erkannt, wie notwendig die gleichberechtigte Teilhabe ist. Sie haben auch erkannt, wie teuer dies ist. Und daran scheitert wohl alles, trotz vieler gutgemeinter Reden und Hinweise. In Brandenburg ist dies nicht anders. Die Novelle des Behindertengleichstellungsgesetzes hätte parallel mit dem behindertenpolitischen Maßnahmepaket verabschiedet werden sollen. Es scheiterte an den Kommunen, die sich schlicht weigern, dass notwendige zu veranlassen. Hier auf einmal ist Inklusion Bundes - und Landessache. Dabei aber ist dies vor allem eine kommunale Aufgabe, den dort leben die Menschen.
Die Entwicklung von Teilhabeplänen der Kommunen scheitert nicht am nicht können, sondern am nicht wollen. Hier in Cottbus ist dies definitiv der Fall. Es gibt nicht eine Kommune in Brandenburg, die einen teilhabepaket verabschiedet hat. Nicht eine!!!!
Besonders bedrückt mich persönlich, die Bosheit, mit der dabei Menschen behandelt werden, die für diese Menschen einstehen und sich engagieren. Am eigenen Leib habe ich dies erfahren. Da bin ich lästig, krank, will mich politisch profilieren etc.... Dieses subtile Mobbing aus allen politischen Parteien, zeigt mir eines: Inklusion ist eben eine schwere Sache und muss zunächst in den Köpfen ankommen. Aber das ist bis heute in den seltensten Fällen wirklich der Fall.
Denn Inklusion ist weit aus mehr als nur gemeinsames Lernen. Und es ist falsch, mit Inklusion in Schule zu beginnen. Inklusion - also die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am alltäglichen Leben- beginnt weitaus früher als in der Schule. Inklusion wird auch hier in Brandenburg nicht als Chance wahrgenommen sondern nur unter finanziellen Aspekten gesehen. Inklusion aber ist ein Menschenrecht. Inklusion bedeutet so viel mehr als gemeinsames Lernen. In Brandenburg gibt es ca. 400.000 Menschen mit Behinderung. Die wenigsten davon gehen noch in die Schule. Diese Menschen, also die übergroße Mehrheit der behinderten Menschen - werden einfach vergessen. Sie können sich weiter mit den Mühlen der Bürokratie, mit der Arroganz und Ignoranz ihrer Mitmenschen herum schlagen. Das ist die Wahrheit.

Ministerpräsident Platzeck unterstützte heute im Rahmen seiner Regierungserklärung zur Energiestrategie des Landes Brandenburg die Neugründung einer „Energieuniversität“ in der Lausitz. Ich sehe dies als Lausitzer, als Cottbuser anders. Vor allem kritisiere ich die Art und Weise wie die Universität, der Mittelbau, die Studenten und die betroffenen Region- die Lausitz-in den Findungsprozeß zur Neugründung eingebunden worden ist. Nämlich gar nicht. Die Meinung der Ministerin ist fest und sie weicht nicht ab bzw. will überhaupt nicht reden, sondern hat das Ziel vorgegeben und bereits wesentliche Pflöcke eingeschlagen. (zum Beispiel Zeitplan)
Ich bin Cottbuser Landtagsabgeordneter. Ich verschließe mich keinen Neuerungen, Verbesserungen und Steigerungen. Aber nach dem was mir bisher von dieser geplanten Neugründung bekannt geworden ist, sehe ich die angeblichen Vorteile im Ungleichgewicht mit den Nachteilen. Ich glaube, dass die geplante Neugründung der Stadt und der Region schadet. Aus diesem Grund folge ich meinem Gewissen und meinen Wahlaussagen anlässlich meiner Direktwahl in den Landtag. Ich werde einem solchen Gesetz, das ja eine Neugründung erfordert, nicht zustimmen.
Am 17. März fand der 2. Landeselterntag von Eltern mit behinderten Kindern in Hennigsdorf statt. Besonders beeindruckend war für mich, dass die Eltern alles allein organisiert haben . An der liebevollen Art und Weise , an der Konsequenz der Durchführung hat man gesehen, wie sehr den Eltern ihre Probleme zum Thema Inklusion auf den Nägel brennen. Leider waren keine Abgeordneten aus der CDU, FDP und den Grünen zu sehen. Dies ist um so bedauerlicher, als das bei diesem Thema jeder Parteienzank außen vor bleiben sollte.
Ministerin Münch stellte sich vielen bohrenden Fragen der Eltern. Diese konnten hier ihre Ängste, Nöte aber auch Vorschläge und Vorstellungen zum Ausdruck bringen. Letztendlich einigt uns alle ein Ansinnen, es darf kein Kind mehr zurückgelassen werden. Keines. Ich möchte diese erweitern, denn für mich ist Inklusion sehr viel mehr als gemeinsames Lernen. Inklusion ist die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen am Alltag. Also - wie dürfen keinen Menschen zurücklassen- alle sind uns willkommen. Als Vater eines schwerstbehinderten Jungen kann ich die betroffenen Eltern sehr gut verstehen. Jeden Tag werden diese Eltern mit neuen Ämterschikanen überzogen, müssen jeden Tag um das Recht ihrer Kinder und ihrer Rechte kämpfen. Eine Mutti fasste ihre Erfahrung in dem Satz zusammen:" Wer will findet Wege , wer nicht Gründe" . Eine andere Mutti stellte im Zusammenhang mit der von allen beklagten Zersplitterung der Zuständigkeiten der Ämter folgendes fest: " Die Ämter reagieren nach folgendem Muster- Wie kann ich verhindern, dass ich zuständig bin." Dies sind auch meine Erfahrungen. Das muss aufgebrauchten werden. Daher ist Inklusion ein gesamtgesellschaftlicher, ressortübergreifendes Prozeß. Alle müssen hier an einem Strang ziehen. Es muss Schluss sein mit reden, es müssen nun endlich Taten her. Vor allem die Problematik der Hort - und Ferienbetreunung nahm einen großen Raum ein. So werden die behinderten Kinder eben nicht in den Ferien von einem Fahrdienst abgeholt , sondern müssen von den Eltern in die Ferienbetreuung gebracht werden. Dies ist ein teures "Vergnügen". In Cottbus zum Beispiel hat das DRK gerade eben seinen Grundtarif für derartige Transporte von 15 auf 25 Euro angehoben. Zusätzlich kommt hier noch eine Kilometerpauschale von 90 Cent dazu. Das heißt also für eine Mutti , die sechs Kilometer weit von der Einrichtung wohnt, selber fahren . Wenn sie das DRK beauftragen will zusätzlich 55 Euro pro Tag. Wenn man weiß, was diese Eltern ohnehin für zusätzliche Kosten haben ist dies meines Erachtens nach unerträglich. Das kennen alle betroffene Eltern.
Es muss nun endlich angegangen werden, dass diese Kinder auch an der Ferienbetreuung , wie alle anderen Kinder auch, teilnehmen können.
Die Eltern mussten leider feststellen, dass sich seit dem ersten landeselterntag nichts geändert hat. Sie gaben ihrer berechtigten Forderung Ausdruck, dass man dieses Fazit beim dritten Landeselterntag nicht mehr ziehhen wolle. Recht haben Sie.
In Folge der Insolvenz der Drogeriemarkt-Kette Schlecker sollen nun auch 2 Filialen in Cottbus (Hallenser Str. und Am Fließ) geschlossen werden. Dazu erklärt der Cottbuser Landtagsabgeordnete Jürgen Maresch:

Aus meiner Sicht muss Firmeneigner Anton Schlecker mit seinem Privatvermögen haften und sich am Erhalt der Arbeitsplätze beteiligen. Die Mitbestimmung von Gewerkschaft und Betriebsrat im Insolvenzverfahren sollte selbstverständlich sein.
Durch die Schlecker-Insolvenz sind bundesweit knapp die Hälfte der gut 5400 Filialen von der Schließung betroffen. Von etwa 30 000 Arbeitsplätzen sollen knapp 12 000 verschwinden. Die Beschäftigten, in der Mehrzahl Frauen, stehen erst einmal vor dem Nichts.
Deshalb ist es für mich völlig unverständlich, dass die Bundesregierung die Schlecker-Beschäftigten offensichtlich im Regen stehen lässt. Als die Banken um Hilfe gerufen haben, sind in kürzester Zeit Milliarden Euro zu deren Rettung geflossen. Es ist unglaublich, dass die Bundesregierung jetzt nicht bereit ist, einen zweistelligen Millionenkredit für die Schlecker-Transfergesellschaft zur Verfügung zu stellen und einen entsprechenden KfW-Kredit zur Finanzierung einer Transfergesellschaft bei der insolventen Drogeriekette ablehnt.
DIE LINKE unterstützt die Forderungen der Gewerkschaft und des Betriebsrates, ein alternatives Konzept für die Zukunft der Drogeriekette zu entwickeln. Aber auch die Bundesregierung muss endlich ihre Verantwortung erkennen und sich für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Schlecker einsetzen und dafür auch Geld zur Verfügung stellen. Es ist schon viel Zeit verstrichen, die nur zurückgewonnen werden kann, wenn die Bundesregierung die Insolvenzgeldzahlungen verlängert.
Es ist zunächst anzuerkennen, dass beim Innenminister und seinen höheren Unterstellten die Belange der Grenzbevölkerung angekommen sind. Jedwede Statistik ist natürlich immer zu manipulieren, je nachdem was man sagen möchte. Die Statistik zur Grenzkriminnalität natürlich genauso. Denn es ist eben kein schwarz malen, wenn man frühzeitig auf Probleme hinweist. Die allseits bekannte Leier der Polemik ist da nur noch Begleiterscheinung. Selbstverständlich hat der Abbau der Polizeipräsenz vor Ort etwas mit dem Phänomen, dass so gar keines ist, zu tun. Aber umso verlogener sind die Krokodilstränen der CDU. Sie sind für den jetzigen Stellenabbau verantwortlich. Noch unter ihrem CDU Innenminister wurde der jetzige Stellenabbau geplant. Das macht es für die Menschen vor Ort nicht besser, gewiss nicht, aber es zeigt mit welcher Heuchelei die CDU auf diesem so wichtigen Feld reagiert. Und der Innenminister hat Recht, wenn er den Bund an seine Pflichten erinnert. Ich habe als damaliger Pressesprecher der Bundespolizei beim Beitritt Polens in das Schengener Abkommen, gesagt, dass kein Bundespolizist abgezogen wird und die Bundespolizei mit gleicher Stärke vor Ort bleiben. Was wir heute sehen ist ein beispielloser Abbau von Bundespolizisten an der brandenburgischen und sächsischen Grenze. Und es ist die Aufgabe der Bundespolizei an eben dieser Grenze für Ruhe zu sorgen. Wenn dies der Bundesinnenminister nicht erkennt, ist er schlicht und einfach inkompetent.
Aber ich will nicht nur auf den Bund zeigen. Selbstverständlich ist die Brandenburger Polizei verunsichert. Wieder sollen massiv Stellen abgebaut werden. Es wird suggeriert, dass die Revierpolizisten und fahrenden Streifenwagen nicht weniger werden. Jeder Insider weiß, dass das eben nicht stimmt. Jeder Kenner weiß, dass die Beamten nicht mehr können. Unabhängig was der Innenminister sagt. Diese kommen und gehen. Ausbaden müssen es die Kollegen vor Ort, die jeden Tag rausfahren. Die Schimären künstliche DNA, Partnerschaften etc. bewirken gar nichts, wenn ich nicht genug Leute - also Polizisten- vor Ort habe. Nochmal, die Polizeireform ist in ihren Abbauplänen falsch und daher lehne ich sie ab. Wenn wir an der Polizei sparen, wird der Effekt ein kurzer sein. Denn am Ende wird mehr drauf gezahlt. Fragen Sie nach den zusätzlichen Kosten, der drei Hundertschaften die mit der Verlagerung einhergehen. Reisekosten, Unterbrigungskosten, Benzinkosten, Abordnungskosten, Wegekosten und so weiter. Was da zusammenkommt, könnte man besser in Polizisten vor Ort anlegen.
Mit Interesse verfolge ich die Berichterstattung zur Thematik neues Konzept für BTU und FHL. Ich bin nun ein Mensch der an einer Uni und an einer Fachhochschule studiert hat. Ich habe hier wesentliche Unterschiede festgestellt. Insoweit kann ich die massiven Bedenken der Studierenden, der Lehrerschaft, der wissenschaftlichen Mitarbeiter nachvollziehen. Diese sind in Sorge.
Nicht um Ihren Arbeitsplatz sondern um die Bedingungen an den Einrichtungen. Dies einfach zusammenzuführen, so einfach wie sich das auch anhört, macht mich nachdenklich. Es gibt nur den Willen es zu tun. Konzepte oder ähnliches, die ja als Grundlage für diesen Entschluss dienen sollten, habe ich noch nicht gesehen, gibt es wohl auch nicht. So ist es bei diesem Thema , wie mit dem Thema Inklusion in Brandenburg, eine gute und anstrebenswerte Sache wird diskreditiert, weil Voraussetzungen, die das Land schaffen muss, schlicht und einfach nicht akzeptiert werden nur um des angeblich schnellen politischen Erfolgs.
Dies ist schlicht abzulehnen. Solch eine Grundsatzentscheidung zu einer gemeinsamen Uni, muss doch zunächst erst einmal mit den Betroffenen an sich, auch mit den Kommunen diskutiert werden. Jetzt ist es doch so, die Entscheidung ist gefallen, jetzt wird diskutiert. Dies ist kein Umgang mit dem Souverän , den Menschen. Insoweit lehne ich persönlich die Art und Weise, wie das Projekt jetzt vorangetrieben wird ab, weil ich einfach die Befürchtung habe, dass am Ende hier nur gespart werden soll. Dies sage ich aus zwei Jahren Erfahrung als Landespolitiker. Noch einmal, wir dürfen nicht an Bildung sparen.
Wir dürfen das nicht tun. Und warum nun ausgerechnet die beiden Lausitzer Unis zusammengeführt werden sollen, ist mir in Gänze nicht klar. Brandenburg besteht aus sehr viel mehr als aus Potsdam. Ich bin dafür, dass vor allem an der BTU konzentriert wird, dass hier die aufgedeckten Mängel beseitigt werden. Dies ist ohne Frage. Hier müssen Konsequenzen gezogen werden.
Aber im gegenwärtigen Stadium bin ich für den Erhalt beider Standorte, wie dies der Lausitz gut tut und auch der Region als Wissenschafts- und Forschungsstandort angemessen ist."
Im Februar habe ich mit dem Bürgermeister aus Forst einen Termin bei der Landespolizei in Forst wahrgenommen. Weiterhin waren, auf mein Bitten hin, führende Vertreter der Bundespolizei anwesend. In dem interessanten Gespräch wurden unter anderem folgende Tatsachen dargestellt:
1) Die Bundespolizei bleibt mit starken Kräften im Forst. Das Gebäude wird zur Aufnahme von Kräften vergrößert. Der mobile Zug der Bundespolizei bleibt zusätzlich in Forst und erfüllt Aufgaben im Grenzgebiet.
2) In das Gebäude des Polizeireviers Forst zieht zusätzlich die Zollfahndung ein. Dies unter Aufgabe ihres bisherigen Objektes in Bademeusel. Somit sind Bundes- Landespolizei und Zoll auf unmittelbar kurzen Weg zu erreichen.
3) Die Bundespolizei und die Landespolizei in Guben ziehen gemeinsam in das Objekt der Bundespolizei unmittelbar im Bereich der Grenzbrücke. Dies ist, so glaube ich ein absolutes Beispiel für zukünftige Zusammenarbeit und Synergien bei der polizeilichen Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei. Dies wäre ein Musterbeispiel.
4) Die Bundespolizei hat zusätzliche Räume im Bahnhof Cottbus bezogen und verbleibt also auch hier mit starken Kräften.
In dem Gespräch wurde nochmals die sehr enge Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei deutlich. So arbeiten Beamte der Bundespolizei auch in der BAO Grenze der Landespolizei mit und bringen da ihre Erfahrungen ein. Von dieser Zusammenarbeit partizipieren beide. Regelmäßig sollen in Forst , Spremberg jeweils ein Streifenwagen unterwegs sein.
In Guben sogar zwei. In Cottbus durchschnittlich bis zu 6 Streifenwagen. Dies kann natürlich variieren. Der BAO Grenze ist zusätzlich eine Hundertschaft Bereitschaftspolizei unterstellt. Zusätzlich ist zunächst für drei Monate eine weitere Hundertschaft Landespolizei der Polizeidirektion Süd unterstellt. Gegenwärtig kann ich also konstatieren, dass der gegenwärtigen aktuellen Lage angemessen Rechnung getragen wird. Natürlich bleibe ich bei meiner grundlegenden Kritik an der Polizeireform.- Die massive Reduzierung von 1900 Stellen bis zum Jahr 2020 werden sich vor allem im Bereich der Prävention und der KRIPO bemerkbar machen. Die Polizeidirektion Süd verliert bis zum Jahr 2020 ca. 200 Beamte. Damit sinkt der Stellenpool von 1500 Beamten gegenwärtig auf 1300. Damit ist die Südregion Brandenburgs nicht in dem hohen Maße von der Polizeireform betroffen.
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
hier ist meine Rede zur Behandlung des Maßnahmepaketes der Landesregierung zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention . Ich stelle sie Ihnen zur Verfügung, nicht weil ich sie gehalten habe oder aus persönlichen Ehrgeiz sondern weil es in den Medien natürlich nicht erscheint und weil es Ihnen vielleicht auch eine Grundlage bildet für die Argumentation, dass auch die Kommunen solche Aktionspläne entwickeln sollten.
Diese realisieren das aber nicht, mit Verweis auf das Geld. Ein nicht unberücksichtigt zu lassendes Argument, dies gilt es natürlich zu berücksichtigen. Aber sehr viele Dinge erfordern ein Umdenken von Menschen, auch und gerade in der Verwaltung, in der Stadt an sich, die kosten eben kein Geld.
Ihr Jürgen Maresch
Maßnahmepaket der Landesregierung
Es ist kein Geheimnis, dass ich von Anfang an ein Gegner der Polizeireform war. Dies nicht aus, mir gern unterstellter Opportunismus, sondern weil ich als Polizist es nicht mittragen kann, dass die Brandenburger Polizei in dem bereits bekannten Maße reduziert werden soll. Ich kann nicht mittragen, dass als Ergebnis der Reform, ein massiver Einbruch im Bereich der Prävention und der Kriminalpolizei spürbar ist. Entgegen der Auffassung der Koalition weiß ich aus der Praxis und von Beamten auf der Straße, dass auch im tagtäglichen Streifendienst massive Einschränkungen in der Besetzung von Streifenwagen bereits jetzt spürbar sind.
Es ist schlicht nicht richtig, wenn nun dargestellt wird, dass die Folgen der Reform erst in ein paar Jahren spürbar sein sollen. Sie sind in ihrer negativen Konsequenz bereits jetzt spürbar und werden in Bälde noch spürbarer. Dies kann und werde ich nicht mittragen. Ich habe zu respektieren, dass eine politische Mehrheit im Parlament nicht meiner Meinung ist. Gleichwohl kann ich mich zu dieser Polizeireform nicht anders verhalten, weil ich eben zum einen selber weiß, was die Reduzierung für die polizeiliche Arbeit bedeutet, zum anderen ich dies den Bürgern des Landes Brandenburg nicht zumuten kann.
Die im Evaluationsbericht dargestellten Fakten sehe ich in der Endkonsequenz anders. Ich bin hier meinem Gewissen verpflichtet und werde diesem folgen.
Für meine Kollegen in der Polizei meine Hochachtung
In Hinblick auf das Interview des polnischen Botschafters und zu seiner bemerkenswerten Einlassung zum Thema Autodiebstahl möchte ich bemerken, dass ich zahlreiche Freunde bei der polnischen Miliz, beim polnischen Grenzschutz habe und das diese, so wie ich auch , dies ein wenig anders sehen. Hier werden also die Opfer zu Tätern gemacht.
Dies ist, diplomatisch gesagt, ziemlich interessant. Ich teile die Meinung des polnischen Botschafters in dieser Hinsicht nicht. Denn damit bedient er Vorurteile in Deutschland, die schlicht falsch sind. Die polnischen Menschen die ich kenne, sind genau so wie wir, keinen Deut anders. Haben ihre Träume und Wünsche. Und sie verurteilen die Straftaten genauso. Im Übrigen erfüllt mit dieser Aussage der polnische Botschafter seinem Land einen Bärendienst. Dies wird auch der aufopferungsvollen Arbeit der Sicherheitsbehörden auf beiden Seiten der Grenze nicht gerecht. Insoweit verwundert mich die Aussage sehr. Gleichwohl beleuchten sie einen wahren Kern.
Der massive Abbau von Polizeistellen bei Bundes- und Landespolizei ist nicht mehr zu kompensieren. Als Polen dem Schengener Abkommen beigetreten ist, war ich Pressesprecher der Bundespolizei im Osten. In jede Kamera habe ich aus voller Überzeugung gesagt, dass die Sicherheit für den Bürger gewährleistet bleibt, weil die Bundespolizei in gleicher Stärke vor Ort bleibt. Dies stellt sich heute heraus, war nicht wahr.
Aber damals glaubte ich dies und man stellt mir dies gegenüber auch so dar. Ich halte es für unverzichtbar, dass Polen dem Schengener Abkommen beigetreten ist. Aber ich halte es tatsächlich für erforderlich, dass man das tut , was man damals den Bürgern gegenüber versprochen hat. Und zwar Landes – und Bundespolizei.
Ich verstehe die Sorgen der Menschen , der Betroffenen vollends. Es ist auch hier im Süden Brandenburgs genauso. Wenn Sie mit den Betroffenen sprechen kommt pure Verzweiflung auf. Um es deutlich zu sagen. Die Polizeireform des Landes Brandenburg , mit den Stellenstreichungen, wirkt sich bereits jetzt aus. Nicht erst, wie immer wieder suggeriert wird, im Jahr 2019. Polizeibeamte sind eben nicht zu ersetzten. Und es ist eben nichts so, dass nur Führungskräfte abgebaut werden. Es wird die Hälfte der Präventionsmitarbeiter abgebaut, die Hälfte der KRIPO und es werden auch Beamte aus dem Schichtdienst genommen, das ist die Tatsache. Hier im Süden sollte zusätzlich ein Streifenwagen zur Absicherung der Grenze fahren.
Dieser kann nur sporadisch eingesetzt werden, bei weitem nicht immer. Bereits jetzt ist es häufig so, das Grenzstädte wie Guben etc. nur noch sporadisch befahren werden können. Natürlich werden die Verantwortlichen sagen, stimmt nicht. Und doch, wenn sie mit den Polizisten sprechen, die die Arbeit machen, spüren sie reine Verzweiflung. Dies ist eine Tatsache. Selbstverständlich redet keiner der Kollegen darüber. Weil sie Angst haben wegen der eventuell daraus erwachsenden Nachteile. Die Bundespolizei fährt ihre Kräfte immer weiter runter und führt immer seltener Streifenfahrten durch, sie realisieren Kontrollstellen.
Im Süden Brandenburgs freuen sich die Bundespolizisten, wenn sie mal einen Streifenwagen in einer Schicht rausbekommen. Ich schreibe ihnen hier Tatsachen. Gemeinsame Streifen mit der polnischen Polizei, mit dem polnischen Grenzschutz finden nicht mehr statt oder werden seltener. Das einzige was es noch hochhält ist das sehr gute gemeinsame Zentrum in Swiecko. Aber was hilft es ihnen, wenn es in Forst bereits geschehen ist.
Die unheilige Mischung aus Abzug der Kräfte aus dem Grenzbereich von Bundespolizei und Landespolizei schafft ein Klima der Verunsicherung. Und die Menschen lassen sich eben nicht mehr Abspeisen mit den Aussagen, es sei alles nicht so schlimm.
Es muss hier massiv umgesteuert werden. Ja, wir müssen sparen in Brandenburg. Meine Vorschläge nicht so viel Stellen abzubauen, dafür das Polizeiorchester und die Hochleistungssportler nicht zu realisieren und die frei werdenden Mittel in Polizisten vor Ort zu stecken wurde verlacht und ich werde beschimpft.
Aber auch als Präsident der Landesverkerswacht , die Verkehrswachten an sich, machen wir uns Sorgen , kritisieren wir den massiven Abbau der Prävention der Polizei.
Wer an der inneren Sicherheit spart , egal ob im Bund oder im Land, wird am Ende draufzahlen. Das sagt ihnen ein Mann, der 20 Jahre lang Polizist ist und manche Reform mitgemacht hatte. Es wurde immer schlimmer.
Die wichtigste Entscheidungen in Sachen Altanschließer-Regelung sind während der rot-schwarzen Koalition in Brandenburg gefallen. Die Kritik der CDU ist an der Realität vorbei und blendet aus, dass die CDU in Brandenburg als vormaliger Koalitionspartner der SPD in der Landesregierung ganz wesentlich selbst politisch für die heutige Situation verantwortlich ist. Rechtsgrundlage für die jetzige Erhebung von Beiträgen bei Altanschließern im Bereich Trink- und Abwasser ist das schon 2003 mit den Stimmen der CDU-Landtagsfraktion geänderte Brandenburgische Kommunalabgabengesetz. Bereits im Jahr 2003 ist durch die Änderung des Paragrafen 8, Absatz 7, Satz 2 des Kommunalabgabengesetzes des Landes Brandenburg (BbgKAG) durch das Zweite Gesetz zur Entlastung der Kommunen von pflichtigen Aufgaben (Drs. 3/6324) ein deutlicher Bruch in der Rechtssprechung zum Kommunalabgabenrecht herbeigeführt worden.
Wesentlicher Inhalt der Gesetzesänderung ist die Festlegung, dass die Beitragspflicht für die öffentliche Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung erst entsteht, sobald das Grundstück an die Einrichtung oder Anlage angeschlossen werden kann, frühestens jedoch mit dem Inkrafttreten einer rechtswirksamen Satzung. In der Folge sind nunmehr alle Wasser- und Abwasserzweckverbände in der komfortablen Lage, auch die Altanschließer für Investitionen, die nach 1990 vorgenommen wurden, zur Kasse zu bitten – da sie zum Teil keine rechtswirksame Satzung haben oder hatten. Auch die im Bürgerlichen Gesetzbuch und in der Abgabenordnung festgeschriebene vierjährige Verjährungsfrist wird damit ausgehebelt.
Ein Gesetzesvorschlag der Landtagsfraktion Die Linke aus dem Jahr 2009, in welchem dieser Tatbestand abgeschafft werden sollte, wurde mit den Stimmen der damaligen Regierungskoalition, also auch mit den Stimmen der CDU, abgelehnt. Wir als Linke konnten uns jetzt gegenüber unseren Koalitionspartner nicht durchsetzten, um diese Regelung abzuschaffen. Insoweit geht die Kritik der CDU völlig fehl. Selbstverständlich darf es nicht zu unzulässigen Härten kommen. Hierzu ist in jedem Falle eine Einzelfallprüfung notwendig und angeraten. Dies wird realisiert.
Am 25. November 2011 um 15:00 Uhr wird in der Geschäftsstelle der LINKEN und im Bürgerbüro von Jürgen Maresch eine Ausstellung mit Plakaten aus der DDR eröffnet.


Die Plakate stammen aus der Sammlung des Geschichtsstudenten Tobias Bank, der bereits im Kindesalter anfing, Auszeichnungen und Plakate aus der DDR zu sammeln. Ein Teil seiner Sammlung ist dann für die Cottbusser Bürger zu besichtigen.
Die Ausstellung „Alltäglich plakatiert – Eine Plakatausstellung zur Geschichte der DDR“ zeigt Plakate aus den Jahren 1949 bis 1989. Anhand der sehr unterschiedlichen Plakate wird gezeigt, wie sich das Medium Plakat in der DDR von seiner „vordergründig agitatorischen Wirkungsabsicht“ der 1950er Jahre, die sich durch kleinteilige, filigrane und realistische Gestaltung auszeichnete, zu einem ab den 1960er und vor allem den 1970er Jahren „visuell ausgefeilten Kommunikationsmedium“ entwickelt. Der in Cottbus gezeigte Sammlungsteil beschäftigt sich vor allem mit politischen und kulturellen Plakaten, die einen hohen Wiedererkennungswert haben und Einblicke ins gesellschaftliche Leben der DDR vermitteln. Dabei werden Themen wie beispielsweise „Frauentag“, „Erster Mai“ und „Solidarität mit Chile“ angesprochen. Mit dieser Auswahl von Plakaten bietet die Ausstellung einen gelungenen Überblick über die Plakatvielfalt in der DDR, welche an Litfasssäulen und Hauswänden, in Werkhallen und Umkleideräumen, aber auch in Büros und an Schautafeln in der DDR zu finden war.
Aber nicht nur die Themen laden zum Erinnern und Diskutieren ein, denn jedes Plakat, das es durch die Abnahmekommission der Deutschen Werbe- und Anzeigengesellschaft (DEWAG) geschafft hat, ist außerdem ein Zeugnis ostdeutscher Kunstgeschichte. Neben Informationen, wie sich das damalige Kunstverständnis im Laufe der Jahre entwickelt hat, stellt die Ausstellung auch Texte zur DEWAG zur Verfügung und versucht die Bedeutung von Plakaten in der DDR zu schildern. Die Ausstellung soll dabei nichts verherrlichen oder positiv reden. Diese Ausstellung soll vielmehr 20 Jahre nach der Wiedervereinigung zu etwas Gelassenheit, dennoch vor allem zu Respekt im Umgang mit der unterschiedlichen Geschichte der Deutschen einerseits anregen und zur Vermittlung von Geschichte an jüngere Generationen andererseits beitragen. Das jugendliche Alter von Tobias Bank wirkt daher erfrischend und vor allem vorurteilsfrei. Dies macht die Ausstellung in Verbindung mit Gesprächen des Ausstellers sowohl für DDR-Kritiker als auch für Nostalgiker zu einen interessanten Kulturerlebnis.
5. Dezember 2011 18.00 Uhr Potsdam, Landtag Brandenburg, Am Havelblick 8, Raum 306
Worum geht es?
Die dezentrale Energieversorgung ist nicht nur eine Konsequenz des AusbausErneuerbarer Energien. Sie ist eine große Chance für Arbeit und Wertschöpfung in denRegionen des Landes.Dezentrale, relativ kleine Versorgungseinheiten sind verbrauchernah und vermindernEnergieverluste. Sie fördern die Nutzung von regenerativen Energien und derhocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Sie fügen sich in das Vorhaben der Energiestrategie des Landes Brandenburg, den Anteil der Erneuerbaren Energien amPrimärenergieverbrauch bis 2020 auf 20 % zu steigern ein und werden zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Zu Gast:
Dr. Günter Hälsig Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Prof. Dr. Klaus-Peter Schulze, Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten
Ulrich Meyer, Zukunftsagentur Brandenburg, Teamleiter Energie
Sebastian Kunze, Städte und Gemeindebund Brandenburg, (angefragt)
Andrea-Liane Spangenberg, Bioenergiedorf-Coaching Brandenburg e.V

Am Montag besuchte ich die Polizeiwache Calau. Ursprünglich wollte ich die Probleme und die Zukunft der Beamten der Autobahnpolizei im Süden Brandenburgs kennenlernen. Insoweit dachte ich, dass ich zum Rasthof Berstetal muss. Dies war jedoch zunächst nicht der Fall, da die Autobahnpolizeiwache Berstetal an sich ihren Namen so nicht verdient, geeigneter wäre wohl Autobahnpolizeistützpunkt. Denn die Kollegen auf der Autobahn beginnen und beenden ihren Dienst in der Polizeiwache Calau, die bald jedoch nur noch ein Revier ist.
Der Bereich der Zuständigkeit für die Kollegen der Autobahn beträgt in eine Richtung 185 km. Auf der A13 von der sächsischen Grenze bis Mittenwalde, dann die gesamte A 15 bis derzeit zum Spreewalddreieck. Dafür stehen ca. 3 Streifenwagen mit je 2 Polizisten rundum die Uhr zur Verfügung. Ab dem 1.11.2011 , also Beginn der Polizeireform , wurde der Zuständigkeitsbereich jedoch massiv erweitert. Er beläuft sich dann bis zum Schönefelder Kreuz und weiter auf der A 10 bis Raststätte Fichtenplan bzw. Richtung Frankfurt (Oder) bis zum AD Spreeau. Das heißt also die Zuständigkeit wird mit dem neuen Schwerpunkt Kreuz Schönefeld massiv erweitert. Das Personal für die Autobahnpolizei jedoch nicht!!!Derzeit versehen 75 Mitarbeiter ihren Dienst im benannten Bereich. Ab 1.11.20011 sollen es allerdings nur noch 62 sein. Selbstverständlich handeln auch noch andere Polizeikräfte auf der Autobahn. Zur Verstärkung können auch Streifenwagen aus benachbarten Revieren bzw. anliegenden Wachen gerufen werden, die dann allerdings fehlen. 70% aller zu treffender Maßnahmen der Kollegen auf der Autobahn betreffen Verkehrsunfälle. 20 % betreffen die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten, 10 % die Bearbeitung von Straftaten. Selbstverständlich nimmt einen großen Bereich der Tätigkeit auch die Prävention ein. Das Durchschnittsalter der Kollegen der Autobahnpolizei der Wache Calau beträgt 48 Jahre.
Wie bereits dargestellt wird die Polizeiwache Calau zum Revier herabgestuft. Es soll eine Kripoaussenstelle erhalten bleiben. Im gesamten Schutzbereich des Oberspreewaldlausitz waren ab 2002 98 Kripobeamte tätig. Mit Beginn der Kriminalpolizeireform waren es noch 65. Im Jahr 2020 sollen es noch 24 sein. Dies ist ein Exodus der kaum zu bewerkstelligen ist. Zumal es in 2-3 Jahren ein große Anzahl von Altersruhesetzungen gibt. Die Zahl 24 die im Jahr 2020 erreicht werden soll, wird also definitiv früher erreicht werden. Deshalb ist es bei der Kripo und auch bei den uniformierten Kräften unbedingt notwendig rechtzeitig auszubilden. Denn so wie es im Schutzbereich OSL ist, wird es auf die eine oder andere Weise auch in anderen Bereichen der Polizei sein.
Die Kollegen der Autobahnpolizei im Süden Brandenburgs erhalten zum Jahresende 4 interaktive Streifenwagen. Diese sind eine echte Bereicherung für die Kollegen.
Im Zuge der Reform bei der Bundespolizei kann die bewährte Zusammenarbeit wie bisher nicht aufrechterhalten werden. Bisher sandete die Bundespolizei Beamte der Bundespolizeiinspektion Forst zu den Kollegen der Autobahnpolizei. Dies ist seit geraumer Zeit nicht mehr möglich, das die Bundespolizei immer weniger Kräfte im Grenzgebiet hat. Dies wird seitens der Landespolizei beklagt, da hier beide sehr gut voneinander lernen konnten. Im übrigen ist die Zusammenarbeit mit den Kollegen des Zoll, der Bundespolizei und der BAG sehr gut.
Dies Beispiel zeigt für mich sehr eindrucksvoll, das mitnichten nur bei dem Personal gespart wird, dass in Führungsstäben sitzt. Die Polizeireform wird zu einem absenken von Kollegen unmittelbar vor Ort führen. Der Exodus der Kriminalpolizei ist dramatisch .
In vielen Debatten werden die Mitglieder der CDU Landtagsfraktion nicht müde darzustellen, dass sie die Verteidiger der Demokratie sind. Einen jeden trifft der Bannstrahl der Verachtung der anderer Meinung ist. Nun kam es in der letzten Landtagssitzung zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall. Die Sitzung wurde eröffnet und sogleich trat der parlamentarische Geschäftsführer Senftleben ans Mikrofon . Er stellte den Antrag auf Erweiterung der Tagesordnung. Unter einem neuen Punkt eins sollten die ungeheuerlichen und nicht zu entschuldigenden Äußerungen eines Landtagsabgeordneten zum Polizeieinsatz in Neuruppin behandelt werden. Also, die persönlichen Äußerungen von mir, ich war der Bösewicht, zum Polizeieinsatz in Neuruppin sollten im Landtag durch die CDU zensiert werden. Was war geschehen, dass die CDU so in Rage brachte.
Am 24.09.2011 wollten Nazis durch Neuruppin marschieren. Ein breites Bündnis von Demokraten stellte sich diesen entgegen. Dabei wurde auch zu dem Mittel der Blockade gegriffen. Diese Blockade wurde nach einer Zeit von ca. 20 Minuten durch Polizeikräfte geräumt. Danach wurden die Menschen bis zu vier Stunden in einer Art Kessel zur Identitätsfeststellung festgehalten. Die Nazis marschierten. Also – die Demokratiefeinde marschierten und die Demokratiefreunde wurden Straftaten verdächtigt und wurden zugleich polizeilich „behandelt“. Das Bild was hier entsteht ist fatal für Brandenburg. Unsere Fraktionsvorsitzende entschuldigte sich für den Einsatz bei den Menschen.
Als Polizist bezweifle ich immer noch, dass Menschen zur Identitätsfeststellung vier Stunden lang festgehalten werden müssen, nichts zu essen , nichts zu trinken bekommen und ihre Notdurft nicht verrichten können. Während der Räumung der Blockade kam es zu massiven Polizeieinsatz. Die Bilder, die im Internet zu sehen sind, erschrecken mich. Ich werde mich immer vor meine Kollegen stellen, aber Frauen, Kinder, Familien so zu behandeln war nicht in Ordnung. Das ist meine Meinung. Das Verhalten der Polizei bei jeglichen Maßnahmen gegen alle Bürger, auch beim Verdacht einer Straftat, muss verhältnismäßig sein. Verhältnismäßig ist ein Verhalten wenn es Angemessen, Geeignet und Erforderlich ist. Wenn eines der drei Merkmale nicht mehr stimmt, wird die ganze Maßnahme unverhältnismäßig also rechtswidrig. Die massive Räumung der Blockade und das überlange Festhalten der Demonstranten waren meiner Meinung nach nicht angemessen. Insoweit komme ich zum Schluss, die Maßnahme war rechtswidrig und hat dem Ansehen der Polizei Brandenburgs geschadet. Der eingesetzte Polizeiführer war für Verhandlungen mit den Demonstranten nicht erreichbar. So etwas darf überhaupt nicht vorkommen. Und ja- mich beschleicht der Verdacht, dass bereits in den Vorbesprechungen zum Einsatz der Polizei eine ganz klare Linie gezogen wurde. Es wird um jeden Preis geräumt.
Dies sieht die CDU Landtagsfraktion als Verunglimpfung an und sie forderte vom Innenminister, dass er sich rückhaltlos hinter „seine“ Polizei stellt. Dies tat der Innenminister und sah zunächst keine Fehler beim Verhalten der Polizei. Er räumte aber offenkundige Fehler bei der überlangen Identitätsfeststellung ein. In jedem Fall soll dies nach bearbeitet werden.
Insoweit komme ich zum Schluss, dass ein kritisches Auseinandersetzen mit Polizeieinsätzen bei der CDU ein ganz unmögliches Ding ist. Was mich besonders erschreckt ist die fachliche Unkenntnis, die jeglichen kritischen Fragen als Beleidigung und Unmöglichkeit ansieht. Wer also hat ein mangelndes Demokratieverständnis? Doch wohl eher die in diesen Punkten immer auf dem hohen Ross sitzende CDU. Ich habe in allen meinen Einsätzen bei der Polizei kritisch hinterfragt und Versäumnisse nach gearbeitet. Auch die Polizei in Brandenburg muss kritische Nachfragen ertragen und muss sich mit Einsätzen auseinandersetzten. Das tut sie auch. Ich persönlich, ja liebe CDU, ich darf das schreiben, halte diesen Einsatz in Neuruppin, seitens der Polizei, für fragwürdig bzw. misslungen.
Übrigens wurden alle Anträge in der Sache von der SPD, den Linken und den Grünen abgelehnt.

Die Problematik zum Rettungsdienst im Landkreis Spree- Neiße finde ich bedauerlich. Ich bin zutiefst überzeugt, dass die Rekommunalisierung für alle günstiger, effektiver am Ende , in der heutigen Zeit ist es ja so, billiger ist. Auch unter dem Aspekt, dass die Stadt Cottbus einen anderen Weg beschreitet als der Landkreis Spree- Neiße , ist die geplante Vorgehensweise durchaus nicht unproblematisch. Wir haben massiv davon geredet, dass Cottbus und Spree- Neiße enger zusammenarbeiten sollen und dies auch wollen. Aber ich selbst, erlebe davon im Augenblick wenig. Und es tröstet mich wirklich nicht, wenn mir dargestellt wird, dass angeblich ja daran gearbeitet wird. Dann müssen aber alle Menschen mitgenommen werden, Von Anfang an. Das ist bisher nicht der Fall. Ich glaube fest daran, dass die Position der Linken und der SPD zum Thema Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße die wirklich überzeugendere ist.Im Interesse der Menschen in Spree- Neiße, im Interesse der Beschäftigten aber auch im Interesse einer Zusammenarbeit von Spree- Neiße und Cottbus.
Am 26. August 2011 weilte der Landtagsabgeordnete Jürgen Maresch bei Energie Cottbus, um sich über die Umsetzung der UNO Menschenrechtskonvention für Menschen mit Behinderung zu informieren.
Der Landtagsabgeordnete stellte fest: Beim FC Energie Cottbus findet tatsächlich Inklusion – also die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am alltäglichen Leben – statt. Die Behindertenbeauftragte von Energie Cottbus, Frau Ivonne Smägk, sie ist nicht ausschließlich die Beauftragte sondern auch selbst betroffen, berichtete, dass es im Stadion 55 Rollstuhlplätze gibt, die zusätzlich mit dem notwendigen Betreuer belegt werden können. Es gibt vier absolut behindertengerechte Toiletten für die Betroffenen. Aber nicht nur die Belange für Menschen im Rollstuhl werden beachtet. Besonders beeindruckend fand ich die Tatsache, dass bis zu zehn blinden Menschen die Möglichkeit geboten wird, dass sie nicht nur im Stadion sitzen, sondern dass sie eine extra Liveübertragung von einem Journalisten des heimischen Radiosenders Radio Cottbus erhalten. Diese Menschen empfinden also das Stadiongefühl und erhalten, nur für sich, eine Liveübertragung durch das gesprochene Wort. Dazu hat Energie Cottbus die notwendige Technik beschafft. Frau Smägk berichtete mir, dass sie beim letzten Spiel des FC Energie Cottbus einen Komapatienten im Stadion hatte, der das Spiel verfolgen konnte. Ich erlaube mir deutlich darzustellen, dass mich das Engagement des FC Energie Cottbus, für die Sache der Menschen mit Behinderung, deutlich beeindruckt hat. Hier wird Inklusion tatsächlich gelebt und eben nicht nur darüber gesprochen. Danke allen Verantwortlichen. Danke Frau Smägk für Ihr Engagement.
Zu den zusätzlichen Kosten für Betreuungspersonen wurde mir gegenüber nachvollziehbar dargestellt, dass sich der FC Energie Cottbus damit im unteren Bereich der Bundesligaklubs befindet und dies auch ein durchaus bestehendes Problem mit den Betreuern der Menschen mit Behinderung beseitigen soll. Hier gibt es durchaus Optimierungsbedarf, den aber Energie Cottbus nicht beeinflussen kann.
Fazit: Inklusion wird beim FC Energie Cottbus gelebt. Danke.
Die Äußerungen des Herrn Platzeck zu der sogenannten Adelshochzeit als Touristenmagnet ist für mich ein Schlag ins Gesicht. Hier wird Geld des Steuerzahlers verschwendet. Wenn sich Herr Platzeck so engagiert hätte bei der Verabschiedung des 15. Rundfunkstaatsänderungsvertrags und mal nachgefragt hätte was das wirklich bedeutet, wäre ich sehr froh gewesen.
Was ich ganz übel finde, ist die Tatsache, dass der RBB nicht in der Lage ist für Menschen mit Behinderung ein barrierfreies Programm zu zeigen. Stattdessen wird das Geld , auch meines, für eine Adelshochzeit herausgeschmissen. Das ist es was mich ärgert. In eines seiner letzten Sitzungen vor der Sommerpause wurde relativ geräuschlos im Parlament ,aber auch in der Presselandschaft, der 15. Rundfunkstaatsänderungsvertrag verabschiedet.
Meines Wissens nach , war ich der einzige Abgeordnete , der diesem nicht zustimmte. Meine Motive damals waren vor allem, dass nunmehr auch Menschen mit Behinderung zur Beitragspflicht mit herangezogen werden. Eine der damit im Zusammenhang stehenden Behauptungen ist immer wieder, es gibt ja auch reiche Behinderte. Zynischer geht’s nimmer, vielleicht will ja jemand tauschen. Wenn man aber diesen Vertrag weiter liest, ich habe das vermutlich als einziger im Parlament gemacht, dann sieht man aber auch, dass die generellen Pflichten der Bürger massiv verstärkt werden. So hat dieser zum Beispiel bei Umzug umfangreich Auskunft über sich zu geben. ( § 8 Ziffer 5, Satz 2) Das geht soweit, dass man auch begründen muss, warum man umzieht.
Es wird im übrigen sehr viel von Beitragsschuldnern geredet und wie man diesen mittels Verwaltungsvollstreckungsverfahren Herr werden will. Auch wird ausdrücklich dargestellt, dass „Dritte“ mit dem Aufspüren von Beitragsschuldnern betraut werden können. Das wird dann wohl die berüchtigte GEZ sein. Von der hat man im Parlament in Brandenburg zum Beispiel geredet, dass die mit Inkraftsetzung des 15. Rundfunkstaatsänderungsvertrages eigentlich nicht mehr nötig sein würde.
Das Gegenteil wird der Fall sein. Die GEZ darf mehr und besser schnüffeln als bisher. Die GEZ darf auch ohne Kenntnis der Betroffenen die Meldedaten abfragen. Wer nicht mitspielt wird massiv mit Geldbußen bedroht. Dieser 15. Rundfunkstaatsänderungsvertrag ist eine Ohrfeige für alle Bürger in diesem Land. Er schafft de facto eine Behörde , die auf gesetzlicher Grundlage noch mehr schnüffeln darf als vorher. Die öffentlich – rechtlichen Sender bekommen immer mehr Geld für unsinnige Projekte wie Adelshochzeiten und wer weiß noch etwas, kommen ihrem eigentlichen Auftrag nicht nach und sind im Falle des RBB noch nicht einmal in der Lage behinderte Menschen an ihrem Programm teilhaben zu lassen. Das ist die Wahrheit über einen Vertrag, von dem eigentlich die Öffentlichkeit nichts weiß, von dem Politiker und Vertreter der öffentlich –rechtlichen Anstalten sagen, es wird gerechter und besser. Ich meine , das ganze Gegenteil ist der Fall.
Egal wo man ist, der Begriff der Inklusion verbreitet sich in diesem Land, also auch Brandenburg weithin. Politiker und Verbände sprechen darüber, es werden wahnwitzig viele Konferenzen zum Thema abgehalten, aber eigentlich weiß keiner so recht was gemeint ist.
Die UNO hat dieses Wort konzipiert und wie das so ist mit Fremdworten, alle benutzen es und keiner weiß was es eigentlich heißt bzw. bedeutet:
Menschen, die dauerhaft an körperlichen, geistigen oder psychischen Handicaps leiden bzw. damit leben, soll ein selbstverständliches Miteinander mit anderen Menschen garantiert werden. Alle sollen gleiche Chancen haben, alle gleiche Rechte, alle die gleiche Teilhabe.
Derzeit wird vieles, meiner Meinung nach, in der Hilfe für Menschen mit Behinderung grundlegend falsch gemacht. Finanziert wird die Behinderung an sich, nicht deren Überwindung bzw. gleichberechtigte Teilhabe. Es mangelt nicht an Geld, es mangelt am Willen etwas zu ändern. Einfache Rechnung, je mehr Hilfsbedürftige, desto mehr Bedarf, desto mehr Geld erhalten die Dienstleister. Die nennt man allgemein gesagt Träger. Unendlich viele gibt es. Natürlich beteuern alle, sie wollen nur das Beste. Aber schauen wir genauer hin. Formal dürfen gemeinnützige GmbH keine Gewinne ausweisen. Aber meine Erfahrung besagt doch schon etwas anders. Wichtig sind Gewinne, Umsätze müssen steigen, Kapazitäten müssen ausgelastet werden, neue Märkte werden erschlossen. Praktisches Beispiel: Lebenshilfe Cottbus. Ein Verein , der sich zum Ziel gesetzt hat, vor allem geistig gehandicapte Menschen zu unterstützen. In einer Versammlung der Lebenshilfe wurde das Geschäftsfeld erweitert. Nun auf einmal, sagen wir es deutlich- verhaltensauffällige Kinder. Warum ? Natürlich will man nur helfen. Wahrhaftig ist doch wohl eher, dass man das Geschäftsfeld erweitert. Denn der Bedarf ist groß. Die Gruppe der Menschen, die als geistig,- lern oder psychisch behindert eingestuft werden steigt rasant. Dies ist natürlich in einer Gesellschaft, die nur noch an Leistung und immer Höheres und Besseres denkt, die will keine Verlierer haben. Und wenn dann einer sich nicht unterordnet, andere Wege geht – na der hat ein Problem bzw. ist eines. Wie viele Kinder haben auf einmal ADHS, wie viele zeigen eine Störung des Sozialverhaltens. Daran verdienen selbstverständlich auch noch andere. Zum Beispiel die Pharmaindustrie.
Die gesamte Branche der Behindertenhilfe lebt von Exklusion. In den 1990 Jahren wurde zum Beispiel ein künstlicher Wettbewerb der Träger untereinander geschaffen. Auswirkung – siehe Beispiel Lebenshilfe. Die Betroffenen Menschen sind jetzt Kunden. In Deutschland stiegen die Ausgaben für die Eingliederungshilfe von 1998 bis 2009 um 60 Prozent auf über 13 Milliarden Euro. Die Träger expandieren in rasanter Art und Weise und partizipieren davon. Eingliederungshilfe ist im Grunde keine Eingliederungshilfe sondern eine Ausgliederungshilfe. Um dies zu verhindern schaffte der Gesetzgeber das persönliche Budget. Guter Gedanke, der Betroffenen bekommt eine bestimmte Summe Geldes zur Verfügung und setzt dies so ein wie er es für nötig betrachtet. Aber der Teufel steckt im Detail. Bei Beantragung diese Budgets und bei der Verwaltung dieses wurden derartig viele bürokratische Hindernisse aufgebaut bzw. geschaffen, dass kein normal Sterblicher das System versteht. Und wieder müssen die Träger ran. Oder – wie teilweise in Deutschland nach und nach wachsend- die Betroffenen schließen sich zusammen und machen es selber. In Cottbus das persönliche Budget zu beantragen grenzt an Wahnsinn. Es kann ihnen nämlich keiner sachgerecht erklären, wie was zu händeln ist. Gar nicht zu sprechen von einfacher Sprache. Hier in Cottbus sowieso schwierig. Bürokratendeutsch grenzt so schön ab und verleiht Macht, gibt man eben nicht gerne auf.
Die Zahl der Heimplätze in Deutschland ist massiv angestiegen. Fast 90 Prozent der hier eingesetzten Mittel fließen in stationäre Einrichtungen. Ambulante Einrichtungen bekommen den schnöden Rest. Dies obwohl der Spruch ambulant vor stationär immer wieder gebraucht wird. Spruchblasen bleiben es trotzdem. In den Einrichtungen gibt es immer weniger Fachpersonal weil zu teuer. Nichtqualifizierte Menschen, Freiwillige übernehmen das so anstrengende Geschäft. Pädagogische Förderung sieht schon anders aus. Entscheidender wäre, dass die Förderung von Hilfen im privaten Wohnbereich, meinetwegen ambulant, staatlicherseits weitaus mehr gefördert werden muss, als beim Verbleib in Heimen etc. Inklusion ist auch die soziale Aufhebung von Behinderung.
Ganz schlimm sieht es auf dem Arbeitsmarkt für die Betroffenen aus. Arbeitgeber können sich freikaufen von der Verpflichtung Menschen mit Behinderung einzustellen. Nennt man Ausgleichsabgabe. Dieses Prinzip muss aufgebrochen werden. Viele Kleinunternehmer haben Angst gehandicapte Menschen einzustellen, weil sie zum einen das Prozedere fürchten, das bürokratische Gehabe und in vielen Fällen glauben, dass die Betroffenen eben behindert sind und zu nichts zu gebrauchen sind. Ende vom Lied- Werkstatt für behinderte Menschen. In den letzten Jahren ist dort die Anzahl der Plätze um mehr als die Hälfte nach oben gegangen. Und wieder, der entsprechende Träger expandiert, der Staat zahlt.
Vielleicht habe ich zu deutlich meine Eindrücke geschildert, aber noch deutlicher : In Deutschland muss wirklich umgesteuert werden. Die ganzen Reden habe ich so satt. Es müssen endlich Taten folgen. Aktionspläne, Gesetzte alles wichtig. Wenn es aber in den Köpfen aller nicht ankommt, was nüzt es? Auch und vor allem Journalisten sind gefragt. Der RBB in Brandenburg, öffentlicher Sender, lässt zu, dass Menschen mit Behinderung nur sehr eingeschränkt am Leben teilhaben kann, in dem er nur sehr wenige Texte mit Übersetzung sendet. Warum ? Andere dritte Programme sind weiter.
Die Probleme ließen sich fortsetzten. Insoweit muss der § 8 der UN – Konvention – Bewusseinsbildung- ein wesentlich größere Anteil gewidmet werden- von allen!!!
Die Forderungen des Gubener Bürgermeisters nach Wiedereinführung der Grenzkontrollen sind grotesk und schlicht dumm. Damit zeigt dieser Mensch, dass er seiner Aufgabe nicht einmal im Ansatz gewachsen ist und damit abtreten sollte. Seine populistische Forderung ist nicht ansatzweise berechtigt und diffamiert . Sie ist nicht einmal polarisierend sondern menschenverachtend. Ich war zum Zeitpunkt des Wegfalls der Grenzkontrollen unter anderm auch in Guben bei der Bundespolizei an verantwortlicher Stelle tätig.
Nach Wegfall der Grenzkontrolle war die Bundespolizei mit massiven Kräften anwesend und führte Hinterlandkontrollen durch. Die Beschwerden die ich da bekam, von Gubener Bürgern und auch von der Stadtbverwaltung Guben, waren mannigfach. Die Bundespolizei kontrolliere zu viel und es sei doch nicht mehr opprtun zu kontrollieren. Das Problem an sich ist nicht der Wegfall der Grenzkontrollen. Dies ist ein wesentlicher Pfeiler eines freien Europas, dass wir wohl alle wollen. Das Problem ist die zu verbessernde Zusammenarbeit mit dem polnischen Nachbarn, die stetige Präsenz von Polizei von Bund und Land , vor allen in der Grenzregion , um eben die Kriminalitätsform der grenzüberschreitenden Kriminalität zu bekämpfen. Wichtig ist hier das Wort stetig, was bedeutet ständig gleichbleibend. Derzeit werden einige wenige Höhepunkte polizeilicher Art herausgesucht und dann, und die Presse schreibt es ja auch willig, publiziert. Aber effektive Bekämpfung von Kriminalität geht nur im Verbund mit sehr vielen Komponeneten.
Diese sind in Brandenburg auf der Kippe. Der Bund trägt sein Teil mit der Reduzierung der Bundespolizei bei. Gleichwohl disqualifiziert sich Herr Hübner für mich vollends, weil er vor zwei Jahren , im Wissen was die Folge ist, ganz anders geredet hat. Besser wäre er würde Präventionsarbeit mit dem polnischen Nachbarn zusammen betreiben . Er hat ein sehr lebendiges Beispiel in seiner Stadt. Dort kooperieren poln. Grenzschutz und Bundespolizei zusammen in einem Projekt, gehen in Guben und Gubin zu den Bürgern und machen Vorschläge wie man beiderseits der Grenze Kriminalität bekämpfen kann.Und ich möchte aus zwanzigjähriger Praxis mit einem auch vom Gubener Bürgermeister unterschwellig fabrizierten Vorurteil aufräumen. Die Masse der Straftäter kommt eben nicht aus Polen. Deutsche sind meist sehr viel mehr beteiligt.
Aber natürlich ist es einfacher solche Losungen, wie die des Gubener Bürgermeisters aufzustellen und damit auf Stimmenfang zu gehen. Wie ich ihn kenne, schämt er sich nicht einmal dafür.
In der letzten Sitzung des Landtages ging es auch um das Thema Konzept Tolerantes Brandenburg. Hier wurde unter andern durch den FDP Abgeordneten Götz aufgeführt, dass im letzten Quartal die Straftaten links und rechts bei jeweils 4 standen. Dies , und das habe ich ihm schon in der PKK Sitzung so gesagt,, ist schlicht falsch. So wurde eine Straftat aufgelistet, das linke Jugendliche Nazis durch Spremberg , anlässlich einer Demonstration, "gejagt" hätten. Nun ich war bei dieser Demonstration hautnah dabei.
Ich war auch hautnah dabei, als es zu dieser Straftat gekommen war. Und es waren die Rechten, die die anderen gejagt haben. Dies war eineindeutig festzustellen. Weiterhin wurde diese Gruppe von Polizeikräften festgehalten, die offenkundig die Personalien aufnahmen. Wie es jetzt zu dieser Fehlinterpretation kommen konnte, macht mich sehr nachdenklich. Steckt hier Absicht dahinter? Wie ist das sonst ? Zumal es während der Demonstration gegen Nazis in Spremberg gleich zum Gerücht kam, die Linken hätten Straftaten begangen. Das was ich gesehen habe, und ich stand 20 m weg, waren eineindeutig Nazis.
Offenkundig waren auch Teile der eingesetzten Polizeikräfte überfordert. So fotografierte ich die Handlungen der Polizei aus einem öffentlichen Raum , wie viele auch. Es kam ein vermutlicher Revierpolizist vorbei, und sprach mich im Vorbeigehen an, dass ich meine Kamera ausmachen soll. Als ich ihn ansprach, gemäß welcher rechtlichen Grundlage er mir diese Polizeiverfügung erteilt habe, reagierte er aggressiv und konfus. Das Handeln der Bereitschaftskräfte dagegen war professionell und angemessen.
Warum schreibe ich das? Mich wundert langsam immer mehr , wie es zu offensichtlichen Falschinterpretationen kommen kann, die tatsächlich nicht falsch zu interpretieren sind. Die Frage ist natürlich , wie kann das geschehen?
Der Botschafter der Russischen Föderation hat im Landtag Brandenburg eine Rede zum 70. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion gehalten - interessant und wichtig.
Ich, als inzwischen unregelmäßiger Benutzer des Bahnhofes Cottbus, habe mich ehrlich gefreut, als es vor Jahren hieß, der Bahnhof wird in Bälde ertüchtigt. 100 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Zugegeben das meiste für ein elektronisches Stellwerk, aber trotzdem bleibt ja noch eine große Summe für andere wichtige Maßnahmen. Denn der Bahnhof Cottbus ist als einer von dreien in Brandenburg , einer mit mehr als 50.000 Bahnhofsnutzern pro Tag!!
Nach mir vorliegenden Informationen soll der Bahnhof zum Beispiel barrierefreier werden als er jetzt ist, und dies wäre wirklich zwingend notwendig. Nun ist bekannt, dass durch die Stadt Cottbus auch das Bahnhofsumfeld neu gestaltet werden soll. Mir erscheint jedoch, dass die beiden Maßnahmen – also Umbau des Bahnhofes und Umbau des Umfeldes in keinster Art und Weise miteinander abgestimmt sind. Dies ist schlicht falsch. Den mit einer Abstimmung ist es ja möglich eine wichtige Schnittstelle zwischen ÖPNV und Regionalverkehr zu entschärfen bzw. aufeinander abzustimmen.
In einer Bahnhofsentwicklungskonzeption Brandenburg 2006 der DB AG ist der bemerkenswerte Satz zu finden:“ Das die weiter Entwicklung der Bahnhöfe eine gemeinsame Aufgabe der Bahn, der Länder, der Kommunen und der Aufgabenträger ist. Wirtschaftlich erfolgreiche und für den Kunden attraktive Bahnhöfe können nur dann entstehen, wenn sich Angebote und Leistungen im Bahnhof an den Kundenbedürfnissen orientieren.“ Ein orientieren an den Bedürfnissen der Kunden und Nutzer der Bahnhöfe sehe ich bisher nicht. Dies schreibe ich in Kenntnis der meisten Bahnhöfe hier in der Gegend.
Die Frage die zu stellen wäre: Existiert überhaupt eine Bahnhofskonzeption für den Bahnhof Cottbus und für die Bahnhöfe im Landkreis Spree- Neiße? Abgesehen vom Stellwerk, das ja nun fertig ist, habe ich noch nicht viel bemerkt bei den anderen Bahnhöfen. Wie ist es mit den Kriterien, Erscheinungsbild, bauliche Anlagen, Kundeninformation, Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit, Toiletten. Ich persönlich sehe hier einen hohen Handlungsbedarf bei allen Bahnhöfen im Landkreis Spree -Neiße und in Cottbus.
Es gibt noch viel zu tun an den Bahnhöfen hier in der Umgebung . Wann wird mit dem eigentlichen Tun begonnen?
Der Freizeitclub "Ganz unbehindert" des Vereins Machtlos e.V. feierte am vergangenen Sonnabendabend sein alljährliches Sommerfest. Mit viel Liebe wurde dies ausgestaltet und organisiert von Frau Kathrin Machnow und dem Soziokulturellen Zentrum in Sachsendorf.
Es ist für mich immer wieder beeindruckend und entspricht ja auch meinen persönlichen Erfahrungen, was Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung für eine Lebensfreude ausstrahlen und auch leben. So kann ich von keiner Veranstaltung berichten,wo es so ungezwungen, so freudvoll und harmonisch zuging. Von Anfang an wurde getanzt und alle hatten Spaß. Es ist ungeheuerlich was in diesen Menschen für eine Kraft, eine Lebensbejahung steckt. Sie sind nicht behindert, sie sind vieleicht ein bißchen anders. Haben aber genauso Gefühle, Wünsche und Hoffnungen.
Sie wollen Ernst genommen werden, mitreden , sich selbstbestimmt entscheiden. Sie leben in unserer Mitte. Sie brauchen kein Mitleid, sie brauchen Unterstützung. Ich habe mit einem Liebespaar gesprochen, die wie alle andern auch ihre Erfahrungen machen, ihre Enttäuschungen haben und einfach in Frieden leben wollen. Sie sind nicht behindert, oft genug werden sie behindert. Ich habe Gedichte gelesen, die schlicht nur beeindruckend sind, die von den Schwierigkeiten , den Träumen , den Sehnsüchten erzählen. Wir brauchen diese Menschen jeden Tag. Sie gehören zu uns, und es wäre schön, wenn sie dies auch so darstellen könnten.
Ich werde in Bälde eine Ausstellung von Künstlern dieses Vereins in meinem Büroräumen realisieren.

Empfänger von Hartz IV, Wohngeld, dem Kinderzuschlag oder von Sozialhilfe, die mindestens ein Kind haben, sollten nun schnell die neuen Leistungen aus dem Bildungspaket für Kinder und Jugendliche beantragen um sich die Nachzahlung für den Zeitraum 1.Januar bis 31.März zu sichern.
Empfänger von Wohngeld und dem Kinderzuschlag müssen den Antrag bei der Familienkasse der Arbeitsagentur bis spätestens 31.Mai stellen, also bei der Stelle, die auch das Kindergeld auszahlt. Hier werden Nachzahlungen sogar von 1.Januar bis 31.Mai abgegolten.
Hartz IV-Empfänger stellen ihren Antrag bis spätestens 31.April bei ihrem zuständigen Jobcenter.
Bezieher von Sozialhilfe stellen ebenfalls bis 31.April einen Antrag beim Sozialamt.
Die Nachzahlung in Form einer Geldleistung ist eine Ausnahme, da die Leistungen des Bildungspakets normalerweise in Form von Gutscheinen gewährt bzw. mit dem Leistungsanbieter direkt abgerechnet werden. Dabei gelten erleichterte Bedingungen: ein Nachweis, dass ein Kind tatsächlich ein an der Schule angebotenes Mittagessen wahrgenommen oder Angebote von Vereinen genutzt hat, ist nicht nötig.
Der Brandenburger Landesvorstand hat sich in den vergangenen Tagen mit den Brandenburger Kreisvorsitzenden zu den aktuellen innerparteilichen Entwicklungen verständigt. Dazu erklärt der geschäftsführende Landesvorstand Brandenburg der Partei DIE LINKE:
DIE LINKE hat bei der Bundestagswahl 2009 von über vier Millionen Wählerinnen und Wählern, darunter ca. 400.000 aus Brandenburg, das Mandat erhalten, sich in ihrem Auftrag für soziale Gerechtigkeit, eine friedliche Außenpolitik und mehr Demokratie einzusetzen. Sie hatten und haben die Hoffnung, dass sich unsere Partei genau dafür engagiert.

Ich bedauere diese Polizeireform und die Art der Umsetzung. Vieles was vorgesehen ist macht Sinn und ist zu befürworten. Kardinalfehler dieser Reform ist die vorgegeben Stellenkürzung von 1900 Stellen. Dies im Vorfeld vorgegeben zu haben ist falsch, weil es entgegen aller Behauptungen zur Verringerung der Polizeipräsenz führen wird. Dies ist schlicht logisch und in Gänze nicht zu verhindern. Auswirkungen lassen sich bereits heute für die Bürger, und um die muss es ja wohl gehen, spüren. Gänzlich unverständlich ist mir die Tatsache, dass im Bereich der Prävention derartige gespart werden soll. Die sich hervorragend bewährten Puppenbühnen sollen abgeschafft werden und das Polizeiorchester erhalten bleiben. Dies vor allem unter der Maßgabe, dass das Polizeiorchester eine ausgezeichnete Verbindung zur Bevölkerung herstellen soll. Dies bestreite ich. Die Puppenbühnen, der gesamte Bereich der Prävention, stellt mehr zur Bevölkerung her als ein Orchester, dass schlicht nur aus Imagegründen behalten werden soll. Ich war selbst Jahre lang für ein Polizeiorchester bei der Bundespolizei mit verantwortlich. Ich weiß also von was ich rede. Hier kann sehr viel Geld gespart werden. Nach einer Güterabwägung komme ich zu dem Schluß , dass der Bereich der Prävention mir wichtiger ist als ein Polizeiorchester.
Als Präsident der Landesverkehrswacht lehne ich die vorgesehenen Kürzungen im Bereich der Präventionsarbeit der Polizei ab. Ich halte dieses Signal für verherrend. Die Präventionsarbeit der Polizei im Bereich Verkehrssicherheit, in den Schulen, in den Kitas kann nicht in diesem Maße beschnitten werden. Viele Eltern und Erzieher sowie Lehrer berichten mir, dass es etwas ganz anderes ist, wenn ein Polizeibeamter Prävention betreibt als die Lehrer oder Erzieher. Dies schon aus der psychologischen Sichtweise. Hier sind Polizisten Respektpersonen. Das ist sehr, sehr wichtig. Ich wäre auch sehr daran interessiert zu wissen, wie die Arbeit der hunderten ehrenamtlichen Verkehrswächter im Land Brandenburg seitens des Innenministerium in Zukunft unterstützt werden soll. Verkehrssicherheit ist ein hohes und wichtiges Gut. Dies kann nicht nur auf das Ehrenamt umgesetzt werden, hier ist Präventionsarbeit seitens der Polizei zwingend notwendig. Wir haben die besten Erfahrungen mit den Kollegen der Polizei gemacht und über Jahre hervorragend mit ihnen zusammengearbeitet. Viele ehrenamtliche Verkehrswächter sind Polizisten gewesen oder noch aktiv. Wir brauchen die Polizei als verlässlichen und präsenten Partner vor Ort. Ehrenamt kann nicht allein und losgelöst agieren. Insoweit gebe ich mich der Hoffnung hin, dass der Innenminister den Vorschlägen der Kommission nicht folgt und die Prävention der Polizei den ihr gebührenden Platz behält.

Hinsichtlich Ihres heutigen Berichts über die neue Messtechnik der Polizei, die innerhalb kürzester Zeit ein für mich erstaunliches Podium in der Lausitzer Rundschau geboten wird, erlaube ich mir folgendes darzustellen. Dies trotz der Gewissheit, dass Sie meine Meinung so nicht unbedingt interessiert:
Auch auf Hinweise vieler Bürger und aus eigener Erfahrung habe ich Ängste. Ich habe Angst davor, dass die Polizei wieder, wie sie es bereits einmal unter einem CDU – Innenminister war, zur Auffüllung der Landeskasse herangezogen wird. Der Stolz der Kollegen, dass man nun nicht mehr am Straßenrand steht, sondern den Bürgern vom Wald oder anderen nicht einsehbaren Ecken aus, kontrollieren kann- ist mir nicht nachvollziehbar. Ich habe in der Zeit , in der ich in Cottbus lebe höchst selten Kollegen der Polizei vor tatsächlichen Unfallschwerpunkten gesehen.
Ich habe höchst selten Polizeibeamte vor Schulen, KITAS, Altersheimen etc. gesehen. Ich habe oft Kollegen gesehen, an Stellen wo es sich offenkundig lohnt. Ehrlich gesagt ist das nicht meine Vorstellung von einer bürgernahen Polizei. Wenn kontrolliert werden soll, warum nicht mit Lasergerät und dann sofort zur Kasse gebeten. Der Erziehungseffekt, auf den die Polizei ja immer wieder hinweist, wäre sehr viel mehr gegeben. Warum wird so wenig gegen die sich massiv verbreitende Unsitte des Rotfahrens getan? Bis auf einige öffentlichkeitswirksame Maßnahmen wird da wenig getan. Um richtig verstanden zu werden. Natürlich muss die Polizei kontrollieren. Ihr Bericht suggeriert für mich aber eine Technikhörigkeit die ich nicht verstehe. Die Kontrollen gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr bzw. wie ich bereits darstellte die sofortige Verwarnung ist meines Erachtens nach effektiver, besser , sinnvoller und hat sehr viel mehr Wirkung. Aber dafür braucht man natürlich mehr Kollegen und der Aufwand ist größer.
Das bezeichnet dann ein neues Problem bei der Polizei grundsätzlich. Die stetige Verkleinerung des Personalkörpers der die eigentliche Arbeit macht. Die von mir unterstellte Technikhörigkeit, mit den meiner Meinung nach absolut falschen Ansatzpunkten, ist dann eine Auswirkung davon.
Ich wiederhole gerne noch einmal: Die wohl bereits beschlossene Schulschließung der gut ausgebauten Förderschule in Guben ist in meinen Augen untragbar. Dies vor allem unter dem Hintergrund, dass die Ausweichmöglichkeiten für die Betroffenen, also Eisenhüttenstadt und Cottbus überhaupt nicht bereit sind für die Aufnahme neuer Schüler. Die aufnehmende Schule n Cottbus ist in großen Teilen aus sicherheitstechnischen Gründen bzw. bautechnischen Gründen gesperrt worden.
Die Anmeldezahlen in Cottbus sind seit Jahren stabil. Die Baulichkeiten der Spreeschule genügen schon lange nicht mehr den Anforderungen für schwerstbehinderte Schüler. Eltern aus Guben haben mir berichtet, dass es in Eisenhüttenstadt nicht besser aussieht. Das ist der eigentliche Skandal: Hier wird eine baulich und schulisch gut funktionierende Schule geschlossen und auf zumindest baulich wesentlich schlechtere Schulen verwiesen.
Das ist ein Skandal und hat mit der UN – Konvention für Menschen mit Behinderung nichts zu tun. Es ist einfach anhand von Zahlen vorzugehen. So ist es im Schulamtsbezirk Cottbus immer gemacht worden. Die Menschen hinter den Zahlen werden nicht gesehen. In Brandenburg wird viel über Inklusion geredet. Hier ist wieder ein Beispiel das überhaupt nicht verstanden wird , worum es wirklich geht. Inzwischen sehe ich es so, dass Inklusion in Brandenburg nur unter Kostenersparnis gesehen wird. Dies lehne ich ab. Ich weiß auch, dass viele Eltern es genau aus diesem Grund ablehnen. Ich habe jedoch immer das Vorgehen und Inklusion verteidigt.
Inzwischen verstehe ich bzw. muss es verstehen, dass tatsächlich die Betroffenen in Brandenburg- hier die schwerstbehinderten Kinder – überhaupt nicht im Mittelpunkt stehen. Es soll schnöde Geld gespart werde. Die Praxis und nicht schöne Worte sind der Lakmustest. In meiner bisherigen Tätigkeit bin ich inzwischen zu oft enttäuscht worden. Inklusion auf Kosten der Betroffenen funktioniert nicht .Dem werde ich niemals zustimmen. Ich gebe zu, dass ich sehr ernüchtert bin. Es war falsch von mir zu glauben, dass Inklusion in Brandenburg wirklich gewollt ist. Mir fällt schwer den Worten zu glauben.
Es gibt zu viele praktische Beispiele , die etwas anders beweisen. Ja ich bin desillusioniert worden. Dies schmerzt sehr. Ich finde die Initiative des Bürgermeister in Zusammenarbeit mit den polnischen Nachbarn ausgezeichnet und unterstütze diese.
Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V. hat sein jährlich neu erscheinendes Steuermerkblatt für Familien mit behinderten Kindern aktualisiert.
Das Merkblatt folgt Punkt für Punkt dem Aufbau der Formulare für die Steuererklärung 2010. So kann diese schrittweise und schnell bearbeitet werden. Das Steuermerkblatt 2010/2011 berücksichtigt unter anderem die neue Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zur steuerlichen Absetzbarkeit von Umbaukosten, die aufgrund einer Behinderung erforderlich sind. Anhand vieler konkreter Beispiele wird erläutert, wie Eltern überprüfen können, ob ihnen im Jahr 2011 ein Anspruch auf Kindergeld für ihr erwachsenes Kind mit Behinderung zusteht.
Ich freue mich, dass es entsprechende Ratgeber gibt und hoffe, dass ihn möglichst viele Betroffene kennenlernen und er den Eltern hilft, mehr Zeit in das Kind zu investieren als in nervenaufreibende Steuererklärungen.
Online lässt er sich auf fogender Seite abrufen: http://www.bvkm.de/dokumente/pdf/Rechtsratgeber/steuermerkblatt.pdf
Die Diskussionen hinsichtlich der geplanten Kennzeichnung der Polizeibeamten in Brandenburg finde ich persönlich richtig. Ich würde mir aber wünschen, das man nicht sogenannte "Polizeiexperten" befragt, was ist das eigentlich, sondern diejenigen, die wirklich Polizisten sind und die schwere Arbeit machen. Fragen Sie doch mal was die denken, wenn sie von Kriminellen angesprochen werden, ob es den den Kindern gut geht. Fragen sie die Polizisten, wie es ist, im Internet zu lesen, das man sich ja aufhängen kann oder man bestimmte Leute vorbeischickt. An den Haaren herbeigezogen, nein - selbst erlebt. Die Polizei in Deutschland ist demokratisch verankert und handelt nach dem Rechtsstaatprinzip.
Die meisten Polizisten sind dies aus Berufung und leben diese schwere und verantwortungsvolle Aufgabe. Jeder Bürger kann bereits jetzt nach dem Namen und /oder die Dienstnummer fragen. Jeder Bürger kann Handeln der Polizei hinterfragen und überprüfen lassen. Den sogenannten Korpsgeist in der Polizei habe ich in 19 Jahren Polizeidienst nicht erlebt. Ich habe selbst viele Disziplinarverfahren in der Polizei ermittelt. Die Selbstreinigung der Polizei, wenn man es mal so sagen will, funktioniert erstaunlich gut. Da kann sich mancher Politiker ein Beispiel nehmen.
Ich bin dafür, das geschlossene Einheiten eine individuelle Kennzeichnung erfahren.Aber der Streifen - Kontrollbeamte vor Ort sollte nicht gekennzeichnet werden. Dies spricht für ein Mißtrauen der Politik gegenüber der Polizei. Und bei aller Sachlichkeit darf ich polemisch werden. Sehen sie sich an, wie die Zufriedenheit der Bürger mit der Polizei ist. Sehr hoch, über Jahre hinweg. Die Zufriedenheit bei den Politikern ist eher im unteren Bereich angesiedelt.
Eine grundsätzliche individuelle Kennzeichnung von Polizisten halte ich für unnötig. Sie zeugt schlicht und einfach von Mißtrauen der Politik gegenüber den Kollegen. Und das ist der eigentliche Mißstand.
Ihr Jürgen Maresch

Rund 16 000 Beschäftigte in der Lausitz sind direkt oder indirekt von Vattenfall abhängig. Fast die Hälfte der Wertschöpfung in der Region geht auf Vattenfall zurück d.h. also das wir hier in der Region in diskussionswürdiger Art und Weise von einem Konzern abhängig sind. Das heißt aber auch, dass wir das Innovationspotenzial jenseits von Kohle und Chemie in Zusammenarbeit von Politik, Industrie, Handwerk und Wissenschaft massiv stärken müssen, um eben zukunftsfähige Unternehmen zu gründen, zu schaffen, sie zu unterstützen. Dies muss die Zukunft der Lausitz sein, die Voraussetzungen haben wir.
ich glaube, dass wir für einen noch langen Zeitraum nicht auf die Braunkohleverstromung verzichten können. Die Versorgung , die verlässliche Versorgung, mit erneuerbarer Energie wird länger dauern als wir alle es wahrhaben wollen. Versorgungssicherheit mit bezahlbarer Energie ist ein wichtiger Standortfaktor. Die Energie muss für den Bürger, das Unternehmen bezahlbar bleiben. Das ist praktische Daseinsfürsorge.
Natürlich ist es richtig, dass Kohle klimafreundlich verstromt werden muss. Die alleinige Überbetonung des Zweiges erneuerbare Energien, unter Vernachlässigung der anderen Fakten, ist falsch. Unter diesen Aspekt halte ich die CCS – Technik für einen Weg der beschritten werden sollte. Wichtig ist hierbei, es ist ein Weg. Dieser setzt aber ein CCS – Gesetz voraus.
Die Entscheidung der Bundesregierung für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke ist unter dem Aspekt der Benachteiligung der Kohlekraftwerke falsch und einseitig.
Die Bevölkerung in der Lausitz, vor allem die von der Abbaggerung betroffenen Dörfer bzw. die Menschen in der Umgebung, muss bei tatsächlicher Notwendigkeit der Abbaggerung ein Weg aufgezeigt werden. Die Ängste, Sorgen und Nöte dieser Menschen ist zur Kenntnis zu nehmen und im Dialog zumindest zu versuchen zu begegnen. Der Schritt an sich ist unsagbar schwer. Gefühle, Heimatverbundenheit, Angst und Sorgen bestimmen die Betroffenen. Dies gilt jedoch mindestens genauso für die Menschen, die unmittelbar bzw. mittelbar vom Arbeitsplatzverlust betroffen sind.
Insoweit ist eine einvernehmliche Lösung zwischen allen Interessen sehr, sehr schwierig. Im Interesse des ganzen Landes müssen jedoch Entscheidungen frühzeitig, mit den Betroffenen zusammen gefällt werden.
Wir haben auch zur Kenntnis zu nehmen, dass ein Volksbegehren zur Thematik massiv gescheitert ist. Dies ist eine Tatsache, die nicht außer Acht gelassen werden darf.
Wir benötigen für einen langen Zeitraum einen Energiemix aus erneuerbaren Energien und aus der Braunkohlenverstromung. Auf dem weiteren Weg müssen wir die einseitige Abhängigkeit von Vattenfall beenden.Diese Überlegungen spiegeln ausschließlich meine persönlichen Überzeugungen wieder. Mir ist dabei bewusst, dass ich auch Widerspruch hervorrufe. Ich bin gern bereit, dies im Dialog zu besprechen.
Jürgen Maresch
Minister Rupprecht hat eine erste positive Bilanz bei der Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes gezogen. Hierzu erlaube ich mir anzumerken:
Die Novellierung des Kita-Gesetzes im ersten Jahr der Legislatur der rot-roten Koalition hat sich als richtig erwiesen. Dies führte zu einer Verbesserung der Betreuung in den Kindertagesstätten des Landes.
Das novellierte Kita-Gesetz ist am 1. November 2010 in Kraft getreten. Der Betreuungsschlüssel für Kinder unter drei Jahren wurde von 1 Erzieherin für 7 Kinder auf 1 zu 6 und für über Dreijährige von 1 zu 13 auf 1 zu 12 gesenkt. Die rot-rote Koalition stellt dafür - trotz angespannter Haushaltslage - künftig jährlich 36 Mio Euro zusätzlich für die Kitabetreuung zur Verfügung. Mit diesem Schritt unterstreicht sie, dass es ihr mit ihrer Prioritätensetzung zugunsten der Bildung ernst ist.
Auch die parallel zum Kita-.Gesetz geänderte Kita-Personalverordnung hat sich bisher bewährt. Dadurch wurden die Zugangsmöglichkeiten für angehende Fachkräfte in den Kindertagesstätten erweitert, ohne die Qualität der Bildung, Betreuung und Erziehung aufs Spiel zu setzen.
Jetzt kommt es darauf an, die Kindertagesstätten bzw. deren Träger bei der Qualifizierung von Quereinsteigern zu unterstützen.
Aus meiner Sicht sind mit diesen Schritten das Ende der Fahnenstange bei der Personalausstattung der Kitas noch nicht erreicht. Bei entsprechenden finanziellen Möglichkeiten sollten weitere folgen.
Zu den Äußerungen von Gesine Lötzsch zum Thema Kommunismus möchte ich die Worte und Gedanken von Thomas Nord Landesvorsitzender der LINKEN in Brandenburg, ausdrücklich unterstützen.
Ich ergänze hierzu, dass ich mich den Werten dieser Demokratie unbedingt verpflichtet fühle. Ich trete für die freiheitlich demokratische Grundordnung, ihre Bedeutung für die Bundesrepublik und für die darin lebenden Menschen ein. Als Beamter der Bundespolizei habe ich auf das Grundgesetz einen Eid geleistet. Diesem Eid fühle ich mich in jeglicher Art und Weise verpflichtet. Der Wertekonsens in dieser Demokratie, trotz aller unterschiedlicher politischer Ansichten, besteht darin, dass die freiheitlich – demokratische Grundordnung, als Korsett unserer Gesellschaft, Grundlage für unsere Demokratie ist.
Jürgen Maresch
Wenn Potsdam, eine ungleich größere Stadt als Cottbus, 13 Friedhöfe hat und wir hier in Cottbus 20 Friedhöfe haben und wissen, dass wir uns diese große Anzahl nicht leisten können, müssen Konsequenzen gezogen werden. Hier sind auch strategische Entscheidungen zu fällen. Im Interesse aller Bürger in Cottbus. Man muss zumindest einmal grundsätzlich diskutieren dürfen.
Von vorneherein Fronten aufzubauen, die Bezug auf die Protestbewegung in Stuttgart nehmen, halte ich für unangebracht und der Sache nicht dienlich. Es muss doch wenigstens möglich sein, unterschiedliche Standpunkte auszutauschen und abzuwägen. Von vornherein gleich auf Konfrontation zu gehen und eine nicht mehr zu durchbrechende Abwehrhaltung einzunehmen halte ich für bedenklich und falsch. Also – Fakt ist, wir können uns diese 20 Friedhöfe und die Feierhallen so auf Dauer nicht mehr leisten.
Wir können uns auch die jedes Jahr immer wieder neuen Diskussionen um die Gebühren der Friedhöfe genauso nicht leisten. Also müssen Entscheidungen getroffen werden, die vorher diskutiert werden müssen. Eine Option kann dann auch sein, dass bestimmte Friedhöfe oder Feierhallen geschlossen werden. Wir dürfen die Entscheidung nicht mehr verschieben, wir müssen jetzt Entscheidungen treffen. Mal ein Beispiel über die Abwägung, die die politisch Verantwortlichen zu treffen haben. Um 10 Millionen Euro aus einem Ausgleichsfonds des Landes Brandenburg zu bekommen, hat die Stadt Cottbus unter anderem eine Auflage erhalten, die besagt 500.000 Euro bei freiwilligen Leistungen zu sparen.
Gleichzeitig gibt es Forderungen aus Cottbus, dass die Stadt die nicht ausfinanzierten Gebühren im Bereich des Friedhofswesens übernehmen soll. Dies ist für mich persönlich schwer darstellbar, hier müssen Entscheidungen getroffen werden.

Am 28. Oktober fand die Anhörung in einer öffentlichen Sitzung im Innenausschuss statt. Ich habe an dieser Anhörung teilgenommen. An der Anhörung an sich waren Bürgermeister aus den Städten Eberswalde, Lübben, Finsterwalde, Guben und Calau vertreten. Weiterhin nahmen Gewerkschaftsvertreter der Gewerkschaft der Polizei, der Deutschen Polizeigewerkschaft im DBB , des Bunde deutscher Kriminalbeamter und des Bund der Brandenburger Staatsanwälte teil.
Auch der Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg und Vertreter des Landkreistages Brandenburg e.V. und des Städte – und
Gemeindebundes nahmen an der Anhörung teil. Im Wesentlichen führten fast alle Anwesenden aus, dass die geplanten Personalreduzierungen zu massiven Ängsten in der Bevölkerung derzeit führen und auch weiter führen werden. Die Kommunen sind definitiv nicht in der Lage die Reduzierungen im Bereich der Polizei, sollten die Planungen so aufrechterhalten werden, zu kompensieren, da auch sie unter großen Kosteneinspardruck stehen.
Es ist noch einmal sehr deutlich geworden, dass die immer wieder angeführte Argumentation, dass die Kriminalität statistisch gesunken sei, so schlicht falsch ist und derzeit, vor allem im Bereich der Grenze, ad absurdum geführt wird. Es ist hier eine deutlich gesteigerte Kriminalitätsbelastung zu spüren. Diese ist auch nicht auf einige wenige Gebiete zu projizieren, sondern breitet sich im gesamten Grenzgebiet aus. Vertreter der Gewerkschaft der Polizei stellten unter anderem deutlich dar, dass die immer wieder vorgebrachten statistischen Vergleiche mit andern Bundesländern so seit 1998 von vielen anderen Bundesländern in Gänze nicht mehr vorgebracht werden, da vor allem der Vergleich von Bundesländern untereinander, wieviel Polizisten kommen auf eine bestimmte Anzahl von Bürgern, bereits im Ansatz falsch ist, da hier unisono zu viele Spezifika der Länder außer Acht gelassen werden.
Positiv wurde durch alle Anwesenden hervorgehoben, dass der jetzige Innenminister in der Form der Kommunikation und der Einbindung aller Beteiligten auf dem richtigen Weg ist. Für mich selbst hat sich nach der Anhörung meine ablehnende Haltung zu der geplanten Stellenreduzierung von 1900 Stellen bis zum Jahr 2020 verfestigt. Die Gewährleistung der Sicherheit der Bürger ist eine Kernkompetenz des Staates und darf niemals von der Haushaltslage abhängig sein. Selbstverständlich darf die prekäre Haushaltslage jedoch nicht gänzlich unbeachtet bleiben. Insoweit sind viele geplante Schritte der geplanten Polizeireform nachvollziehbar und grundsätzlich richtig. Die Argumentation jedoch, dass bei der Reduzierung der Polizei um 1900 Stellen, die Präsenz der Polizei die gleiche bleiben soll wie heute, ist mein er Meinung nach falsch. Dies ist nicht möglich und wird auch nicht durch beständiges Wiederholen richtiger. Hier ist die Praxis das Primat und die sagt etwas anderes. Meine Partei hat vor den Wahlen deutlich dargestellt, dass eine Reduzierung von Stellen bei der Polizei nicht in Frage kommt.
Nach Übernahme der Regierung und auch nach Kenntnis der Haushaltslage ist es sicherlich notwendig an dieser Grundaussage gewisse Abstriche zu machen. Doch die geplante Stellenreduzierung geht zu Lasten der Bürger in diesem Land und ist durch absolut nichts zu beschönigen. Bereits heute haben viele Bürger Ängste in Bezug auf den Abbau der Polizei. Dies haben Politiker grundsätzlich zur Kenntnis zu nehmen und im Spannungsfeld zwischen Möglichen und Wünschenswerten umzusetzen. Noch einmal – die Reduzierung von 1900 Stellen im Bereich der Polizei bis zum Jahr 2020 wird sich auf die unmittelbare Arbeit, auf die Präsenz der Polizei auswirken. Alle anderen, gegenteiligen, Aussagen haben nichts mit meiner persönlich erlebten Praxis zu tun.
Und darum ist diese geplante Stellenreduzierung falsch, darum werde ich diesem Gesetz nicht zustimmen.
über die in der heutigen Ausgabe der Lausitzer Rundschau erschienen Meldung zur geplanten Plakataktion der CDU - Jungen Union - erlaube ich mir folgendes anzumerken:
Es mag Gründe geben, warum man den Vorschlag der Kommission zur geplanten Polizeireform kritisiert. Ich gehöre zu denjenigen, die das tun. Aber es ist schon eine ganze besondere Unverschämtheit, was hier seitens der CDU realisiert wird. Diese "Plakataktion" gegen die Polizeireform zeigt eindeutig, dass nicht Sachverstand und ehrlicher Wille zur Mitgestaltung auf Seiten der CDU gefragt ist, sondern nur billig Effekthascherei Markenzeichen ist.
Ich kritisiere die Polizeireform, ich halte diese in Teilen für verbesserungswürdig. Aber die pure Angstschürerei der CDU ist einfach nur noch verlogen und maßlos dumm. Zur Erinnerung: Es war die CDU unter Innenminister Schönbohm der die Polizei mit sinnlosesten Versuchen wie zum Beispiel den Traghubschraubern von ihrer eigentlichen Aufgaben abgebracht hat. Polizisten sollten unter dem damals geführten CDU Innenministerium geforderte, einzeln abrechenbare, Verwarnungsgelder einnehmen. Es gab Quoten was jeder einzelne Polizist zu bringen hatte. Die jetzige Koalition hat diesen Unsinn beendet. Bereits unter der CDU wurde Personal eingespart und Wachen geschlossen.
Das CDU geführte Innenministerium im Bund verlagert Bundespolizisten in Größenordnungen von der besonders belasteten Grenzregion in Brandenburg weg in die Ballungsgebiete. Auf diese Problematik wird seitens der CDU in Bandenburg und in Cottbus gar nicht eingegangen. Das alles und noch viel mehr ist in direkter Verantwortung der CDU realisiert worden. Sich jetzt hinzustellen und der Bevölkerung, unseren Menschen hier in Cottbus, mit schlichten Unterstellungen und Behauptungen Angst zu machen ist an Demagogie nicht zu unterbieten.
Cottbus wird von der Reform profitieren. Die Wache hier bleibt erhalten, wir bekommen eine Polizeidirektion. Aber so ist das eben, wenn man aus der Zentrale der CDU etwas vorgebetet bekommt, was mit der eigentlichen Lebensrealität hier in Cottbus aber auch gar nichts zu tun hat. Selbst denken wäre hilfreich und angebracht und natürlich - Sachverstand- der ist wichtig und fehlt der CDU in Cottbus in Fragen der Polizeireform völlig.
Oscar Wilde hat einmal gesagt:" Es gibt keine Sünde außer der Dummheit". Recht hat er!
Ohne Vorankündigung und völlig unerwartet erhielt heute der der Blinden- und Sehbe die Kündigung seiner Büroräume in Cottbus. Diese Kündigung wurde von einem privaten Vermieter ausgesprochen. Dazu erklärt der behindertenpolitische Sprecher Jürgen Maresch
Die gesamte Art und Weise dieser Kündigung nach 11 Jahren ist völlig inakzeptabel. Hier wird Blinden und Sehbehinderten einfach der Stuhl vor die Tür gestellt. Der Vermieter hielt es nicht für notwendig, persönlich mit ihnen zu sprechen. Mietzahlungen und Instandhaltung der Büroräume wurden immer pünktlich bzw. ordnungsgemäß realisiert.
Nun muss der für die Betroffenen so wichtige Verband innerhalb von drei Monaten ein neues Objekt in Cottbus finden. Hierbei werde ich ihn nach Kräften unterstützen. Außerdem habe ich eine schriftliche Anfrage an die Landesregierung gestellt, wie dem Blinden- und Sehbehinderten- Verband Brandenburg e.V., auch finanziell geholfen werden kann.
Gleichzeitig bitte ich die Stadt Cottbus, die kommunalen Wohnungsgesellschaften und die Brandenburger, dem Verband in dieser schwierigen Situation solidarisch zur Seite zu stehen.
Am Donnerstag den 30.09.2010 waren Journalisten des staatlichen finnischen Fernsehens zu Gast beim Landtagsabgeordneten Jürgen Maresch. Dort wurden Drehaufnahmen und ein Interview mit dem Landtagsabgeordneten realisiert. Die Aufnahmen sollen im Rahmen einer Sendung über 20 Jahre Deutsche Einheit im Finnischen Fernsehen und Radio ausgestrahlt werden. Im wesentlichen interessierten sich die Fernseh- und Hörfunkjournalisten für die persönliche Meinung des MdL zu 20 Jahren Deutsche Einheit und zu Entwicklungen der Partei "Die Linke" in den Cottbus.
Der Landtagsabgeordnete Jürgen Maresch, will Grundschülern aus seinem Wahlkreis, den Landeshaushalt altersgerecht erläutern:

Zahlen über Zahlen. Selbst für viele Erwachsene ist der Landeshaushalt ein Buch mit sieben Siegeln. Aber Aufgabe der Politik ist es auch, komplexe Zusammenhänge leicht verständlich zu erklären. Deshalb biete ich den Schulen aus meinem Wahlkreis an, in einer entsprechenden Unterrichtsstunde den Mädchen und Jungen altersgerecht das Thema „Landeshaushalt" zu erläutern und Fragen zum Haushalt und den Landesfinanzen zu beantworten.
Hilfreich dafür ist eine Broschüre, die das Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg erstmals speziell für Schülerinnen und Schülern herausgegeben hat. Zudem ist in der Broschüre „Landeshaushalt? Was ist das denn?" ein Wissenstest zu finden, dem sich die Schülerinnen und Schüler unterziehen und interessante Preise gewinnen können.
Übrigens: Alle, die sich selbst über den Landeshaushalt auf leicht verständliche Weise informieren möchten, können dazu das Internetangebot des Finanzministeriums Brandenburg unter http://www.kinderleicht.brandenburg.de nutzen.

Wie ich bereits mehrfach dargestellt habe, halte ich die Eckpunkte der geplanten Reform der Polizei des Landes Brandenburg zum großen Teil für fachlich begründet.
Dies umfasst vor allem die Veränderungen in der Struktur der Polizei. Allerdings denke ich, dass das geplante Polizeipräsidium nicht in Potsdam sein muss.
Ich kann nachvollziehen, dass auch die Polizei Brandenburg ihren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten muss. Jedoch halte ich die geplante Stellenreduzierung der Polizei um nochmals 1900 Stellen bis zum Jahr 2020 für falsch. Diese massive Stelleneinsparung wird in der Hauptsache mit einem Bevölkerungsrückgang, den abnehmenden finanziellen Möglichkeiten des Landes und einer stetig zurückgehenden Kriminalität begründet. Gleichzeitig wird behauptet, dass man weniger Führung in der Polizei will und mehr Streifenbeamte auf der Straße.
Wenn ich jedoch die Polizei bis zum Jahr 2020 um 1900 Stelle reduziere, wird dies zwangsläufig Auswirkungen auf alle Bürgerinnen und Bürger haben. Ein derartig massiver Stellenabbau wird Konsequenzen haben, die der Bürger spüren wird. Alle anderen Behauptungen sind meiner Ansicht nach falsch.
Ich bin seit 19 Jahren Polizeibeamter des Bundes. Ich weiß wie Polizeiarbeit funktioniert und habe ziemlich alle Facetten dieser kennengelernt. Ich weiß also, was die Beamten jeden Tag leisten. Ich weiß um ihre Ängste und Nöte. Polizisten spüren immer oder in den meisten Fällen erkennen sie dies, zuerst Veränderungen in der Gesellschaft.
Es gehört zu den Kernaufgaben eines Staates für die Sicherheit seiner Bürger zu Sorgen. Ich persönlich glaube, dass entgegen aller Behauptungen und theoretischer Modelle, die Sicherheit der Bürger bei diesem massiven Stellenabbau nicht mehr vollständig gewährleistet werden kann. Dies ist zwangsläufig. Ich mache den Menschen etwas vor, wenn ich behaupte, dass die derzeit rund 1870 im Streifendienst tätigen Polizeibeamten auch weiterhin in diesem Umfang tätig sein werden. Dies gilt genauso für die 549 Revierpolizisten, die heute tätig sind und deren Rolle gestärkt werden soll.
Die damit angeblich einhergehende „Stärkung der Basis der Polizei“ ist nach meinen Erfahrungen Wunschdenken.
Ich muss bei allen Planbeispielen bei der Reduzierung von Polizeistellen im Land Brandenburg beachten, dass Brandenburg immer noch an einer Wohlstandgrenze liegt. Die Kriminalitätsentwicklung in bestimmten Bereichen entlang der Grenze zeigt deutlich, dass diese massiv steigt und nicht sinkt. In Gänze wird der Fakt ausgeblendet, dass wir als Insel Berlin haben. Diese größte Stadt Deutschlands hat eben auch einen relativ großen Pool an Kriminalität, die auf Brandenburg ausstrahlt. Mit einhergender demographischer Entwicklung in Brandenburg wird sich die Kriminalität ändern. Es ist eine Mär zu glauben, dass diese sinken wird, weil weniger junge Menschen in Brandenburg leben. Sie wird sich ändern.
Was ich in letzter Zeit zum Thema Polizeireform höre, ist mitunter schlicht populistisch und fern jeglicher Wirklichkeit. Da wird behauptet, dass 15 Führungskräfte nötig wären, um einen Streifenwagen zu bewegen. Das ist mir in meiner Praxis noch nie vorgekommen. Meine Praxis sagt, dass der eigentliche Polizeiführer in den Wachen, der Dienstgruppenleiter, nicht seine Kräfte führt, sondern aus Kräftemangel mit zum Einsatz fährt, damit überhaupt Streifenwagen bewegt werden.
Die Reduzierung von Führungskräften auf Grund der Reduzierung der Präsidien bzw. der Schutzbereich ist sicher sinnvoll. Gleichwohl müssen diese Führungskräfte, die dann eingespart worden sind, ihren Dienst weiter versehen. Die werden das nicht im Streifenwagen machen, da es sich in der Masse um Beamte des höheren Dienstes bzw. um Beamte des gehobenen Dienstes in den oberen Diensträngen handeln wird. Wo kommen diese Beamten unter?
Ich habe bisher drei Reformen selbst erlebt. Alle drei unter ähnlichen Vorzeichen wie die jetzt geplante in Brandenburg. Alle Reformen sind gescheitert. Alle Reformen schlicht auf Grund der Tatsache, dass man nicht die Beamten vor Ort mit einbezogen hat.
Die jetzige Polizeireform leidet unter der politischen Maßgabe, dass eine Reduzierung von 1900 Stellen quasi eine Voraussetzung für die weitere Betrachtung war. Insoweit war die eingesetzte Kommission immer beschränkt.
Diese Polizei ist bereits heute massiv überaltert und zeichnet sich durch einen hohen Krankenstand aufgrund der Belastung aus. Es ist meiner Meinung nach unverantwortlich den Kollegen noch mehr aufzubürden. Es ist praxisfern zu glauben, dass Polizeiarbeit nur vom Dienstwagen aus funktioniert. Zum Beispiel muss ein Polizeiführer vor Ort seine ihm unterstellten Beamten regelmäßig beurteilen. Dazu muss er sie regelmäßig erleben. Dazu muss er regelmäßig sehen, wie sie arbeiten, welche Kompetenzen sie haben, welche Verbesserungsmöglichkeiten. Diese Beurteilungen spielen eine maßgebliche Rolle bei Beförderungen. Im übrigen ist es gesetzlich normiert, dass der Beamte beurteilt wird. Hier ist der Dienstherr in der Pflicht. Wie soll das praktisch aussehen, wenn es keine Führung mehr vor Ort gibt? Wer wirklich weiß, wie eine Schicht im Streifendienst abläuft, wird niemals davon reden, dass diese ausschließlich auf dem Streifenwagen absolviert werden kann. Das ist einfach unrealistisch. Man muss sich austauschen in der Gruppe, aus Erfahrungen lernen.
Für weiterhin schwierig erachte ich die geplante Reduzierung der Kriminalpolizei und die Reduzierungen im Bereich Prävention.
Bereits jetzt wird Kriminalität in vielen Teilen verwaltet. Vor allem Kriminalität, die der Bürger spürt. (Fahrraddiebstähle etc. )
In Cottbus zum Beispiel gibt es nach Auskunft einer verantwortlichen Richter kaum noch Drogendelikte. Die Richter wissen jedoch sehr genau, dass dies so nicht richtig ist. Es fehlen schlicht die Beamten die kontrollieren. Insoweit gehen natürlich diese sogenannten Kontrolldelikte massiv zurück.
Einsparpotenzial sehe ich persönlich in der Auflösung des Landespolizeiorchesters. Ich war jahrelang selber für ein großes Polizeiorchester verantwortlich und weiß daher, dass hier sehr, sehr viel Geld drin steckt. Dies gilt vor allem für die Instrumente, deren Wartung und geht bis hin zu GEMA Gebühren und Notenkauf. Hier kann und muss gespart werden. Die Frage ist also zu stellen, ob es nicht besser wäre hier zu sparen und dafür mehr Streifenbeamte zu belassen.
Ich habe hier nur einiges was mich bewegt knapp angedeutet.
Ich persönlich halte eine Reduzierung der Polizei des Landes Brandenburg um 1000 – 1200 Stellen für gerade noch vertretbar. Die Zahl 1900 ist mir gegenüber nicht mehr darstellbar.
Noch einmal - ich habe hier nur einige, wenige Punkte angedeutet, die mich zu der Überzeugung kommen lassen, der geplanten Polizeireform – unter den mir bekannten Bedingungen - nicht zuzustimmen.
Mir ist dabei bewusst, was dies für meine Genossen und für mich persönlich bedeutet.
Gleichwohl bedeutet mir meine Glaubwürdigkeit gegenüber meiner Familie, den Bürgern, meinen Genossen und letztendlich mir selbst gegenüber mehr. Am Ende dieser Güterbewertung komme ich zu dem Schluss, dass ich in Kenntnis von 19 Jahren Polizeiarbeit und in Kenntnis des Ablaufes von Polizeiarbeit, dieser geplanten Polizeireform, mit den Fakten die mir bis jetzt bekannt sind, nicht zustimmen kann.
Cottbus, im September 2010
die Sommerpause ist für viele nun beendet, für einige gab es keinen Urlaub im Sommer. Wie es auch sei, auf unsere Partei hier in Cottbus warten viele Aufgaben und das ist ein Anspruch an jeden von uns.

Nach einiger Zeit haben wir in diesem Jahr wieder ein Sommerfest realisiert. Sicher gibt es für die Zukunft einiges noch zu verbessern gleichwohl war meiner Meinung nach das Sommerfest ein Erfolg. Wir konnten unsere Parteivorsitzende Gesine Lötzsch begrüßen, sie beantwortete viele Fragen , war für uns da.
Wir wurden als Partei Die Linke in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Dies ist wichtig und von Bedeutung. Wir müssen uns öffnen , raus gehen – wahrnehmbar werden. Wir müssen unsere Alternativen zur neoliberalen Politik aufzeigen. Auch das ist Mitgliederwerbung. Wir haben 534 Mitglieder. Wir sind eine politische Kraft. Wir brauchen jedoch weitere Mitglieder, egal welchen Alters. Darum ist es meiner persönlichen Meinung nach erforderlich , neue Wege zu gehen. Die Eröffnung einer Ausstellung in unseren Geschäftsräumen war zum Beispiel ein Versuch. Ein erfolgreicher Versuch. Übereinstimmend stellten mir Besucher der Ausstellung gegenüber klar, dass sie sich vor der Ausstellung nie mit unserer Partei befasst haben. Um es deutlich zu sagen, natürlich sind mir die Inhalte unserer Politik wichtig. Wir betreiben diese Politik für unsere Genossinnen und Genossen und die Menschen in Cottbus und darüber hinaus. Den Bürgerinnen und Bürgern muss unsere Politik als Alternative nahe gebracht werden. Um so wichtiger ist die ehrenamtliche Arbeit vieler unserer Genossinnen und Genossen. Die Arbeit in Ortsbeiräten, in Bürgervereinen, in anderen Vereinen , Stiftungen, in Sportvereinen etc. ist von enormer Bedeutung. Jeder einzelne Genosse ist ein Werbeträger für unsere Partei hier in Cottbus.
Die Arbeit an der Basis ist das eigentliche Element für eine gewachsene Partei.Wir als Partei befinden uns in einer Diskussionsphase hinsichtlich eines neuen Parteiprogramms. Wir haben eine interessante Auftaktveranstaltung erlebt und diskutieren in den BO, AG und IG .
Genauso werden wir in Kürze einen im Oktober zu verabschiedenden Leitantrag des Ortsverbandes Cottbus diskutieren. Mir persönlich ist unbedingt wichtig, dass sich jeder bei der Diskussion um den Leitantrag einbringt. Dieser Leitantrag soll unsere politischen Ansätze für die nächsten Jahre sein. Dabei ist das Wort Ansätze wichtig. Den wir müssen immer flexibel und kreativ sein.
Hier in Cottbus und im Land sind wir sozusagen in der Regierung. Das ist für uns alle neu. Es ist nicht einfach. Wir kämpfen in Cottbus und im Land um die praktische Umsetzung für eine solidarische Gesellschaft. Dies unter den Aspekten einer Welt- und Finanzkrise bisher ungeahnten Ausmaßes.
Hier in Cottbus spüren wir dies auch. Die Stadt ist massiv überschuldet und kann im Grunde nur noch reagieren. Agieren ist mindestens im finanziellen Bereich schwierig. Und doch unternehmen unsere Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung diesbezüglich alles , um die Stadt handlungsfähig zu erhalten. Dabei müssen mitunter Entscheidungen getroffen werden, die uns als Linken sehr weh tun. Und wir sind damit nicht am Ende. Die Zeit werden nicht besser – im Gegenteil. Bereits heute ist absehbar, dass der Rahmen für Cottbus noch enger wird. Entgegen vieler unseriöser Behauptungen ist dies nicht ausschließlich die Schuld der „bösen“ Landesregierung. Hier spielen auch bundespolitische Entscheidungen eine große Rolle. Und – es sei noch einmal deutlich gesagt. Im Laufe der letzten zwanzig Jahre gab es manche Entscheidung in Cottbus die heute noch finanzielle Auswirkungen auf den Haushalt in Cottbus hat. Das wird gerne vergessen.
Die Stadtverordneten unserer Partei arbeiten ehrenamtlich hart und aufopferungsvoll. Sie vertreten unsere Interessen und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Cottbus mit Engagement und mit Augenmaß. Heute, hier ist dafür die Gelegenheit Danke zu sagen. Danke liebe Abgeordnete der Stadtfraktion.
Im Land stellen wir die Weichen , die klare Akzente einer sozialen Modernisierung setzten.
Das alles ist ein erster Schritt. Es gibt auch kritisches darzustellen, die geplante Polizeireform ist da nur ein Teil. Es ist sehr, sehr schwierig und mühsam sich zu finden.
Gleichwohl sind wir als Partei in Cottbus gut aufgestellt. Wir sind die politische Kraft in Cottbus.
Ich danke allen engagierten Genossinnen und Genossen für ihre Arbeit. Ich bitte Euch weiter mitzutun, im Interesse der Menschen in Cottbus , für unsere schöne Stadt. Diese Partei lebt nur durch Euch – lasst uns weiter gestalten.
Euer Jürgen Maresch

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen in Brandenburg e.V. initiierte ein Projekt “Unser Parlament aus TON“. Daran beteiligten sich elf Brandenburgische Kunstschulen. Entstanden ist das gesamte brandenburgische Landesparlament in Kleinformat. Eines von 92 Kindern und Jugendlichen hat sich konkret mit mir beschäftigt und mich aus Ton geformt und gestaltet. Ich persönlich finde diese Idee und die Umsetzung beispielgebend und ausgezeichnet. Persönlich darf ich sagen, dass ich mich gut getroffen fühle. Ich weiß nicht wer mich modelliert hat, trotzdem Danke und Anerkennung für diese Arbeit.
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Artikel 1 Abs. 1 GG

Ich gebe zu, dass mich diese Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes überrascht hat. Ich halte die Entscheidung an sich für problematisch. Sie bringt mich persönlich in Bedrängnis.
Ich bin seit 1990 Bundesbeamter. Auf Grund meines Landtagsmandates, dass ich in einer demokratischen Wahl – direkt -errungen habe, bin ich derzeit unter Wegfall der Besoldung beurlaubt.
Ich habe mich zwanzig Jahre lang immer und immer wieder in meiner beruflichen Laufbahn und – so hoffe ich – in meinem persönlichen Leben für die freiheitliche – demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt. Diese zu schützen habe ich einen Eid geschworen. Diesen Eid meine ich ernst.
Wie soll ich mich jetzt verhalten? Ich nehme zur Kenntnis, dass Richter des Bundesverwaltungsgerichts der Meinung sind, dass der Polizeibeamte Jürgen Maresch, derzeit Landtagsabgeordneter im Brandenburger Landtag für die Partei „Die Linke“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz offen zu beobachten ist.
Ich will deutlich herausstellen, dass ich mich immer für die freiheitliche – demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt habe und dies auch weiter beabsichtige. Dies habe ich im Vorfeld meiner Wahl auch in einem Gespräch mit einem Beamten des Bundesamtes für Verfassungsschutz so dargestellt.
Meine Frage ist, ob ich nun als demokratisch gewählter Abgeordneter, nach Beendigung meines Mandates, nicht mehr in den Polizeidienst zurückkehren darf. Bin ich für den Polizeidienst des Bundes nicht mehr tragbar?
Gibt es Anlass an meiner Verfassungstreue zu zweifeln? Muss ich jetzt mein demokratisch errungenes Mandat zurückgeben?
All dies bewegt mich derzeit sehr. Ich habe niemals in der Zeit, in der ich dieser Partei angehöre, verfassungsfeindliche Tendenzen wahrgenommen. Ich bin zuweilen anderer Meinung als andere Parteimitglieder, was auch an meinem persönlichen Lebensweg liegen mag. Aber dies ist ja in jeder politischen Partei so.
Mich aber als potenziellen Verfassungsfeind hinzustellen ist schlicht und einfach grotesk.

Am 2. August 2010 besuchte der Sprecher für Stadtentwicklung,- Bau – und Wohnungspolitik der Fraktion der Linken im Brandenburger Landtag Axel Henschke unsere Stadt. Der Landespolitiker wurde vom heimischen Landtagsabgeordneten Jürgen Maresch begleitet. Wesentliches Ziel seines Besuches war die Darstellung des Stadtumbaus in Cottbus, seine Bilanz und ein Ausblick auf kommende Maßnahmen des Stadtumbaus in Cottbus.
Zunächst wurde in einem Gespräch mit der zuständigen Beigeordneten Marietta Tzschoppe , dem Geschäftsführer der GWC Cottbus, Herrn Dr. Kunze und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung Cottbus die Bedeutung eines langfristigen und zielgenauen Stadtumbaukonzeptes für Cottbus dargestellt. Stadtumbau in Cottbus und in jeder anderen Stadt ist sehr viel mehr als Abriss und Neubau von Wohnungen bzw. Gestaltung von Infrastruktur. Stadtumbau orientiert sich auch immer an sozialen und kulturellen Ereignissen und wirkt in großer Breite auf eben diese.
Die dabei auftretenden Schwierigkeiten und die Erfolge im Stadtumbau in Cottbus wurden in dem interessanten Gespräch dargestellt. Insbesondere ist von Bedeutung, dass die GWC als städtische Tochter, bezahlbaren Wohnraum für sozial Schwächere vorhält und bereitstellt. Dies ist für eine Stadt wie Cottbus von enormer Bedeutung.
Im Anschluss an das Gespräch wurden die Stadtteile Sachsendorf/Madlow, Sprembereger Vorstadt, Schmellwitz und Sandow besucht. Hier erhielten die Politiker die Möglichkeit sich vor Ort ein Bild vom Stadtumbau zu machen. Dabei wurde festgestellt, dass Stadtumbau, seine Folgen und seine Wirkungen von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlichste Wirkungen entfalten können. So sind die Probleme und Lösungen beim Thema Stadtumbau im Stadtteil Sandow gänzlich anders als im Stadtteil Sachsendorf/Madlow.
Dies zu berücksichtigen und dies in seiner Unterschiedlichkeit dann zu einem einheitlichen Stadtumbaukonzept zu entwickeln ist die besondere Herausforderung. Der Faktor einer älter werdenden Gesellschaft und der Ansprüche und Notwendigkeiten daraus auf das Wohnumfeld, auf die Wohnungen an sich wirken in allen Stadtteilen und wird zukünftig mehr Berücksichtigung finden müssen. Dabei junge Menschen und Familien mit einzubeziehen und das Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen harmonisch zu gestalten, ist die größte Herausforderung auf dem Gebiet des Stadtumbaus in Cottbus.

zur Diskussion um den Offenen Brief sorbischer Kulturschaffender an die Stiftung für das sorbische Volk erklären die minderheitenpolitischen Sprecher der Fraktionen DIE LINKE im Landtag Brandenburg und im Sächsischen Landtag Jürgen Maresch und Heiko Kosel:
Die Strukturdebatte zur Zukunft der sorbische Sprach- und Kulturförderung steckt offensichtlich in erheblichen Schwierigkeiten. Nachdrücklich lehnen sorbische Kulturschaffende als Unterzeichner des Offenen Briefes an die Stiftung für das sorbische Volk die geplante Kultur-GmbH ab. Dies sollten die Verantwortungsträger in der Stiftung sehr ernst nehmen.
Die bisherige Vorgehensweise in Sachen Kultur-GmbH scheint in Teilen ähnlich mangelhaft, wie die gesamten, seit 2008 laufenden Planungen zur Struktur der von der Stiftung geförderten Einrichtungen: überhastetes Handeln, politischer Druck der Geldgeber, der auf bloße Mittelreduzierung abzielt, zeitliche beengende Zielvorgaben der Stiftungsverwaltung an die beteiligten Arbeitsgruppen und Vorgaben, die der sorbischen wie der gesamten kulturellen Öffentlichkeit der Lausitz erst gar nicht zur Kenntnis gegeben werden. Insbesondere diese mangelnde Transparenz und die schleppende Einbeziehung der Betroffenen werden mehr und mehr zur Gefahr für die zur Verbesserung der sorbischen Sprach- und Kulturförderung nötige Reformdebatte.
Bezüglich des aktuellen Streits um die sog. Kultur-GmbH kommt verschärfend hinzu, dass auf der mittleren Ebene das Konstrukt Kultur-GmbH aus dem Boden gestampft würde, ohne die davon betroffenen sorbischen Kultureinrichtungen aufgrund der noch ausstehenden Ergebnisse der jeweiligen Facharbeitsgruppen im kulturpolitischen Sinne weiter zu profilieren. Und ohne dass die oberste Ebene als zukünftige Interessensvertretung des sorbischen Volkes - z. B. durch Errichtung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts – verbindlich aufgestellt wäre.
Es nimmt angesichts dieser Tatsachen nicht wunder, dass sorbische Kulturschaffende, die sich mit ganzem Herzen der Förderung der sorbischen Kunst verschrieben haben, aufbegehren. Die Diskussion über die weitere Gestaltung der sorbischen Kulturlandschaft ist klar in Schieflage geraten. Eilfertig wird über Reformen diskutiert, ohne deren Zweck, Ziel und Auswirkung zu hinterfragen. Gradmesser für Veränderungen in sorbischen Einrichtungen aber kann nur ein Zugewinn an künstlerischer Wirksamkeit und damit eine Stärkung der sorbischen Sprach- und Kulturförderung sein. Angesichts der bereits sichtbaren Bedrohung der Existenz sorbischer Kultureinrichtungen muss das weitere Vorgehen umgehend mit den Betroffenen beraten werden. Ein „Weiter so!“ über deren Köpfe hinweg, darf es nicht geben!

Liebe Bürgerinnen und Bürger
die Ferienzeit hat begonnen und sicher werden auch sie alle allein oder mit ihren Angehörigen ihren Urlaub antreten bzw. dies getan haben. Ich hoffe und wünsche Ihnen allen, dass sie in diesen Tagen Erholung im wahrsten Sinne des Wortes finden können. Ich wünsche Ihnen von ganzen Herzen, dass sie Kraft tanken für die Aufgaben die vor ihnen liegen.
Ich selbst werde mit meiner Familie die Urlaubstage im August an der Ostsee verbringen. Auf diese Tage freue ich mich schon sehr. Ich hoffe auch wieder mal ein Buch lesen zu können. Schon seit einer Weile habe ich mir vorgenommen ein Buch über den amerikanischen Bürgerkrieg zu lesen.
Lassen sie mich meine Grüße an Sie mit einem Gedicht über den Sommer von Johann Wolfgang von Goethe beenden.
Ihr Jürgen Maresch
Sommer
Der Sommer folgt. Es wachsen Tag und Hitze,
und von den Auen dränget uns die Glut;
doch dort am Wasserfall, am Felsensitze
erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.
Der Donner rollt, schon kreuzen sich die Blitze,
die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,
dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;
doch Liebe lächelt unter Sturm und Wettern.

Von der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbemerkt soll im bevorstehenden Rundfunkänderungsstaatsvertrag ein massiver Angriff auf die Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderung realisiert werden. Nach dem neuen Vertrag soll die bisher geltende Rundfunkgebührenbefreiung für Menschen mit Behinderungen abgeschafft werden.
Menschen die aufgrund ihrer Behinderung nicht an öffentlichen kulturellen Veranstaltungen und Angebote teilnehmen können soll durch den Ausgleich die Möglichkeit geben werden, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Bislang befreit von den Rundfunkgebühren sind zum Beispiel blinde und hörgeschädigte Menschen und Menschen mit einer Behinderung, deren Grad der Behinderung wenigstens 80 Prozent beträgt und die wegen ihrer Behinderung nicht an öffentlichen Veranstaltungen ständig teilnehmen können.
Die Betroffenen sollen, sofern sie finanziell leistungsfähig sind, zum 01. Januar 2013 erstmalig mit einer Gebührenpflicht in Höhe von 5,99 Euro im Monat belastet werden. Auch gemeinnützige Einrichtungen für Behinderte und der Jugend- und Altenpflege würde dies betreffen.
Die geplante Neuregelung der Rundfunkgebührenabgabe bedeutet eine klare Schlechterstellung für die betroffenen Menschen mit Behinderungen. Die bisherige Befreiung von den Gebühren stellte einen behinderungsspezifischen Nachteilsausgleich dar. Dieser Nachteilsausgleich war bisher nicht an das Kriterium der finanziellen Leistungsfähigkeit geknüpft.
Ich fordere mit Nachdruck, dass die Pläne zur Abschaffung der Rundfunkgebührenbefreiung für Menschen mit Behinderung umgehend fallen gelassen werden.
Im Koalitionsvertrag von LINKE und SPD wurde der Einstieg in den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor im Land Brandenburg vereinbart. Heute tritt die Förderrichtlinie des Projekts „Arbeit für Brandenburg“ in Kraft. Gefördert werden vorrangig ältere Langzeitarbeitslose über 50 Jahre, die bereits länger als drei Jahre arbeitslos sind. Ausnahmen sind möglich. Lediglich Personen unter 25 Jahre können mit diesem Projekt nicht gefördert werden.
Die Existenz sichernde Entlohnung liegt bei einem Bruttostundenlohn von mindestens 7,50 Euro. Liegt der ortsübliche Tariflohn höher, ist auch ein höherer Satz möglich. Die Arbeitszeit richtet sich nach der jeweiligen Integrationsfähigkeit des Stelleninhabers und liegt bei 30 bis 40 Wochenstunden.
Eine Stelle wird zunächst für ein Jahr bewilligt und kann für ein weiteres Jahr verlängert werden. Eine dreijährige Förderung ist möglich, wenn der Stelleninhaber damit den Übergang in die Rente erreicht.
Anträge auf Förderung können Landkreise, kreisfreie Städte sowie überregional tätige Vereine und Verbände stellen. Arbeitgeber können neben Kreisen, Städten, Gemeinden, Ämtern auch Verbände, Vereine und Arbeitsfördergesellschaften sein. Zu beantragen sind die Fördermittel bei der Landesagentur für Struktur und Arbeit.
Langzeitarbeitslose, die an einem öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnis im Rahmen des Projektes „Arbeit für Brandenburg“ interessiert sind, wenden sich am besten an ihren Fallmanager im Jobcenter der ARGE Cottbus. Der Eintritt in ein öffentlich gefördertes Beschäftigungsverhältnis des neuen Förderprogramms ist bis zum 31. Dezember 2014 möglich.
Finanziert wird „Arbeit für Brandenburg“ durch die Bündelung bestehender Instrumente von Bund, Land und Kommunen. Von der Bundesagentur für Arbeit kommen zwischen 900 und 1300 Euro je nach Qualifikation des Stelleninhabers. Das Land Brandenburg hat als Anreiz und Entlastung für die Kommunen bzw. Träger der Maßnahmen seinen Zuschlag von ursprünglich geplanten 200 auf 250 Euro erhöht. Die Kommunen oder Landkreise sollen im Schnitt 135 Euro beisteuern. Das ist in der Regel die Summe der eingesparten Kosten der Unterkunft. Auch Vereine oder Verbände können Träger der Maßnahme sein. In diesem Fall wird auch von ihnen ein Beitrag in dieser Höhe erwartet.
Ich hoffe, dass die Stadt Cottbus sowie Cottbuser Vereine und Verbände vom Förderprogramm „Arbeit für Brandenburg“ intensiv Gebrauch machen, um Langzeitarbeitslosen eine Existenz sichernde Beschäftigung zu ermöglichen.
8. Sorbentag in Raddusch fordert mehr Rechte für sorbisches Volk in Brandenburg und Sachsen
Der 8. Sorbentag ist der erste gemeinsame Termin der Landtagsfraktionen der LINKEN aus Brandenburg und Sachsen seit Amtsantritt der rot-roten Landesregierung in Potsdam. Als Vertreterin des Kabinetts hat Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski (DIE LINKE) am Sorbentag in der Slawenburg Raddusch(Vetschau/Spreewald) teilgenommen. Neben den minderheitenpolitischen Sprechern der Fraktionen Jürgen Maresch (Brandenburg) und Heiko Kosel (Sachsen) beschäftigten sich die Brandenburger Fraktionsvorsitzende Kerstin Kaiser, der Parlamentarische Geschäftführer in Sachsen, Klaus Tischendorf, seine Fraktionskollegin aus der Lausitz, Kathrin Kagelmann und die bildungspolitische Sprecherin Cornelia Falken mit dem sorbischen Bildungswesen und Wegen zu mehr demokratischen Rechten für das sorbische Volk. An der Spitze zahlreicher Persönlichkeiten des sorbischen Lebens, darunter die Mitglieder des Brandenburger Sorbenrates Angela Schurmann und Ratsvorsitzender Harald Konzack, sowie die Vorsitzende des Rates der Stiftung für das sorbische Volk, Helene Theurich, war Jan Nuck, Vorsitzender der Domowina.
Zu Beginn der Veranstaltung gab der Kulturwissenschaftler Martin Walde vom Sorbischen Institut mit einem Referat zu seinem Buch „Wie man seine Sprache hassen lernt“ einen Einblick in Erfahrungen mit Diskriminierung und die sozialpsychologischen Folgen, die sich vor allem in einer Ablehnung der eigenen Muttersprache manifestieren.
Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski, auch Mitglied im Rat der Stiftung für das sorbische Volk zeigte sich von den genannten Beispielen betroffen und hob hervor, dass es neben einer entsprechenden Finanzausstattung darum gehe, „Kultur, Sprache und Siedlungsgebiete zu pflegen und zu schützen“.
Jürgen Maresch: „Wir haben erreicht, dass der Vorsitzende des Rates für sorbische Angelegenheit einmal im Jahr das Wort vor dem ganzen Parlament ergreifen kann. Es ist eigentlich lächerlich, dass wir darum kämpfen müssen, dass vor dem Landtag auch die sorbische Fahne hängt. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich der Charakter des Niedersorbischen Gymnasiums Cottbus zunehmend verliert und dort immer mehr deutsch gesprochen wird. Hier besteht dringender bildungspolitischer Handlungsbedarf!“
Domowina-Vorsitzender Jan Nuck sagt dazu: „Wir müssen die Wertschätzung der sorbischen Sprache erhöhen, haben aber leider keinen Einfluss auf das Bildungswesen. Die Politik macht Gesetze und Ausführungsbestimmungen, wir werden zwar immer wieder zu Gesprächen eingeladen, können aber nicht mitbestimmen. Hätten Sorben am Niedersorbischen Gymnasium etwas zu sagen, hätte es diese verheerende Entwicklung nicht gegeben. Für Räckelwitz entscheidet Sachsens Kultusministerium ohne Konsultation mit Vertretern der Sorben, dass die 8. Klasse an der Mittelschule nicht zugelassen wird – so darf man nicht mit uns umgehen!“ Cornelia Falken sagte eine politische Intervention ihrer Fraktion zu, auch deshalb weil in den veröffentlichten Listen des Ministeriums zur Nichtzulassung von Klassen Räckelwitz gar nicht erwähnt worden ist.
Heiko Kosel stellte den Entwurf seiner Fraktion eines „Gesetzes zur Sicherung der Rechte der Sorben im Freistaat Sachsen“ vor, dem zufolge die Mitglieder des Sorben-Rates künftig auf der Hauptversammlung des Sorben-Dachverbandes Domowina bestimmt werden. Perspektivisch hält Kosel ein Wiederaufleben der Anfang der 90-er Jahre verworfenen Idee für vorstellbar, dass die ethnische Minderheit das Recht hat, parallel zur Landtagswahl ihre(n) Repräsentanten für das Parlament zu wählen.
Kerstin Kaiser macht sich im Ergebnis der Debatte für zwei von den Sorben direkt zu wählende Abgeordnete in jedem der beiden Landtage stark – ein Modell, das Domowina-Vorsitzender Nuck am Beispiel Sloweniens vorgestellt hatte: „Die Sorben sollten ihre Interessen endlich selbst auch in der Landespolitik vertreten können. Wir werden weiterhin verlässliche Partner/innen der Sorben sein – gerade auch in ihrem Ringen um mehr Selbstbestimmung in Bildungs- und Kulturfragen.“
Zur Durchführung von behindertenpolitischen Regionalkonferenzen der Landesregierung erklärt der Sprecher für Menschen mit Behinderungen Jürgen Maresch:
Unter diesem Motto finden von Juni bis September dieses Jahres fünf behinderten-politische Regionalkonferenzen zur gemeinsamen Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Land statt. Ziel ist die Mitwirkung von Menschen mit Handicap und ihrer Angehörigen an Gesetzvorhaben der Landesregierung und das gemeinsame Bestreben, der inklusive Gesellschaft als Leitbild auch durch Gesetze näher zu kommen.
Mir ist dabei der Dialog mit Betroffenen, deren Angehörigen, Betroffenenvertretern aus Verbänden und Vereinen sowie Interessierten besonders wichtig. Denn die Landesregierung und auch ich als Abgeordneter wollen dieser großen Gruppe von betroffenen
Menschen mit unserer Politik weiterhelfen und ihnen vor der Präsentation von Gesetzvorhaben unsere Aufmerksamkeit geben. Die bestimmenden Sachthemen in diesen Diskussionsforen werden Inklusive Bildung, Barrierefreiheit und die geplante Novelle des Landesgesetzes zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen sein. Am Ende dieses Diskussionsprozesses erwarte ich einen Gesetzentwurf der Landesregierung, der die bestehenden Probleme der Menschen mit Handicap aufgreift und neue Perspektiven bietet.
An die Betroffenen appelliere ich, sich unbedingt an den Konferenzen zu beteiligen. Wir wollen mit allen Betroffenen in Brandenburg in einen Austausch treten. Dazu brauchen wir unbedingt die Sichtweise und die Schilderungen der betroffenen Menschen und ihrer Familienangehörigen.
Die Konferenzen finden statt am:
- 28.06.2010 in Eberswalde (Paul Wunderlich Haus) für die Region Uckermark/ Barnim
- 05.07.2010 in Hennigsdorf (Stadtklubhaus) für die Region Prignitz/ Oberhavel
- 30.08.2010 in Brandenburg a.d.H. (Rathaus) für die Region Havelland/ Fläming
- 13.09.2010 in Frankfurt/Oder (noch offen) für die Region Oderland/ Spree
- 20.09.2010 in Cottbus (Bauhausschule) für die Region Lausitz/Spreewald
In den Räumlichkeiten der Cottbuser Kreisgeschäftsstelle DIE LINKE. Lausitz werden in der Zeit vom 28.05. bis 31.08 die Werke der beiden Fotografie-Künstlerinnen Anne-Maria Butze und Romy Winkler ausgestellt. Die gemeinsame Ausstellung zeigt hauptsächlich Fotografien aus dem Bereich Natur. Eröffnet wurde die Ausstellung am 28.05.2010 mit den beiden Künstlerinnen und unserem Cottbuser Landtagsabgeordneten Jürgen Maresch, der diese Ausstellung ermöglichte.
Anne-Maria Butze wurde 1989 in Berlin/ Pankow geboren und interessierte sich bereits im jungen Alter für die Fotografie. Am Anfang fotografierte sie nur mit einer Rollfilmkamera, worauf später eine digitale Kompaktkamera folgte. Derzeit legt sie bei Ihren Motiven Ihr Augenmerk auf Naturfotografien.
Romy Winkler wurde 1989 in Cottbus geboren und fand in Ihrem 14. Lebensjahr mit einer kleinen Kompaktkamera in die Welt der Fotografie. Nach anfänglichen privaten Aufnahmen und fotografische Abstecher in viele interessante Gebieten, stieg sie vor 3 Jahren professionell in die Portraitfotografie ein.

Zum heutigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen erklärt der Landtagsabgeordnete der Linken im Brandenburger Landtag und Sprecher für Menschen mit Behinderungen Jürgen Maresch:
Auch in diesem Jahr wird der 5. Mai als Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen begangen. Betroffene, ihre Familienangehörigen und engagierte Bürgerinnen und Bürger bringen ihre Forderungen zum Ausdruck. Berechtigte Hoffnungen verbinden sich mit der raschen Umsetzung der UN-Konvention für behinderte Menschen.
Ich erlebe den diesjährigen Protesttag als Mitglied einer Regierungsfraktion. Ich weiss auch aus diesem Blickwinkel noch um die vorhandenen Mängel und Defizite im Hinblick auf die Gleichstellung. Deshalb möchte ich vor allem der Sicht der betroffenen Menschen ein viel grösseres Gewicht geben. Es muss endlich Schluss damit sein, dass in vielen Fällen über die Köpfe der Betroffenen entschieden wird. Wir alle müssen mit ihnen reden, nicht über sie. Die Landesregierung wird das Landesgleichstellungsgesetz für behinderte Menschen überarbeiten. Sie wird dazu vor Ort Regionalkonferenzen veranstalten. Das ist ein guter Anfang - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
In Brandenburg gibt es fast 400.000 Menschen mit einer Behinderung, davon etwa 286.000 Schwerbehinderte (Grad der Behinderung ab 50). Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen setzt konkrete Ziele wie Barrierefreiheit, Teilhabe am Arbeitsleben, Inklusiver Sozialraum, Wohnen und Bildung, vor allem aber auch verbesserte Möglichkeiten der Mitgestaltung und Teilhabe an Entscheidungsprozessen. Ihre Umsetzung erfordert enorme Anstrengungen, auch eine Menge Geld. Aber sie ist notwendig. Legen wir gemeinsam mit den behinderten Menschen und mit ihren Angehörigen konkrete Schritte fest und lassen wir uns daran messen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
als ein Kind der DDR verbindet sich für mich mit dem 1. Mai immer ein feierlicher Umzug in meiner damaligen Kreisstadt Torgau, viele feierliche Reden und natürlich Schulfrei.
Als Kind sieht man das wohl so. Natürlich war mir nicht bewusst, was der 1. Mai im eigentlichen Sinne für ein Tag war. Die von mir angesprochenen Feierlichkeiten erstarrten dann meiner persönlichen Meinung nach immer mehr in Rituale. Man demonstrierte zum 1. Mai eben.
Aber was bedeutet der 1. Mai für mich heute?
Ich nehme mir jetzt also den Platz, kurz an die amerikanischen Gewerkschafter Ende des 19. Jahrhunderts zu erinnern, die vor allem für eine Arbeitszeitverkürzung auf 8 Stunden am Tag kämpften. Im Jahr 1890 versammelten sie sich mit Gewerkschaften aus anderen Industrienationen in Paris zu einem internationalen Kongress auf dem der 01.05.1890 als Tag der internationalen Kundgebung im Kampf für Arbeitnehmerrechte vereinbart wurde. Erfolgreich waren die Demonstrationen durch ihre hohe Beteiligung und den Druck auf die Industriellen, durch Stärkung der sozialdemokratisch geprägten Parteien.
Wir feiern im Jahr 2010 den 120. Jahrestag dieser ersten internationalen Kundgebung.
Die Ziele sind ähnlich geblieben, die Beteiligung und öffentliche Wahrnehmung hat sich aber deutlich geändert. Gefühlt wird die Beteiligung und das Bewusstsein dieses Tages immer geringer. An der sich positiv entwickelten Arbeitssituation kann es wahrlich nicht liegen. Es fühlt sich auf der Straße eher wie die Resignation vor „großer Politik“ und restriktiven Arbeitgebern an. Nicht zu vergessen ist, dass vor allem junge Menschen kaum noch in Gewerkschaften aktiv sind oder sich für bessere Arbeitsbedingungen einbringen. Wir als die linke Partei in Deutschland haben die Verantwortung für eine gerechtere Arbeitswelt zu sorgen. Es geht dabei um die Verhinderung prekärer Beschäftigung, die Einschränkung von Leiharbeit und Minijobs. Es geht darum, dass man von seiner Hände Arbeit auch vernünftig leben kann. Es geht überhaupt darum Arbeit zu haben.
Auch die Probleme vieler junger Menschen müssen ins Blicklicht der Öffentlichkeit gerückt werden. Hier meine ich vor allem befristete Beschäftigungsverhältnisse oder unbezahlte Praktika nach der Berufsausbildung oder dem Studium. Gerechtere Beschäftigung geht nicht ohne einen Staat, weil das Interesse der freien Wirtschaft am Gemeinwohl nicht allzu groß ausgeprägt ist. Eine Gesellschaft, in der die Wirtschaft aber tun und lassen kann, was sie dank erfolgreicher Lobbyarbeit will und für richtig hält, zerfällt in Arm und Reich.
Wir alle befinden uns in einer dramatischen Wirtschafts- und Finanzkrise. Es wurde eben nicht reguliert. Ergebnis der Krise: Die, die diese Krise zu verantworten haben bekommen Abfindungen und Bonuszahlungen. Die Zeche zahlt der „kleine“ Mann/ Frau. Aufgabe der Linken sollte es sein, in der Gesellschaft eine Gegenkraft zur schwarz-gelben Politik im Bund vorzubereiten und sozialen Einschnitten und Ungerechtigkeiten zu trotzen. Gemeinsam mit den jeweiligen Gewerkschaften.
Diese Aufgabe müssen wir als Linke auch in den jetzigen Regierungen in Brandenburg und Berlin realisieren. Das ist manchmal sehr, sehr schwer. Wir müssen Kompromisse schließen die mitunter weh tun, kaum auszuhalten sind. Aber was wären die Alternativen?
Die Linken sind das soziale Gewissen. Wieder – gemeinsam mit den Gewerkschaften. Die Linken müssen es auch sein. Sie sind die einzig echte Friedenspartei. Die Linken müssen es auch sein.
Vom 1. Mai geht Kraft aus, eine Bewegung, die dem Ziel , der Erneuerung einer großen sozialen Bewegung Raum gibt. Der 1. Mai ist so viel mehr als bloßes Ritual. Bei der heutigen Politik dieser Bundesregierung wird es allemal notwendiger denn je ihn machtvoll zu begehen.
Darum also lassen Sie dies uns zusammen mit den Gewerkschaften tun.
Sie finden mich am 1. Mai mit einem Stand bei der Demonstration des DGB in Cottbus. Vielleicht sehen wir uns.
Ihr Jürgen Maresch
Jürgen Maresch ist neuer Präsident der Verkehrswacht des Landes Brandenburg. Der 44-jährige Polizist und Landtagsabgeordnete der Linkspartei wurde am Samstag auf der Jahreshauptversammlung der Organisation gewählt. Er ist Nachfolger von Anita Tack, die acht Jahre lang an der Spitze des Verbandes stand. Die Politikerin der Linken ist seit Herbst vergangenen Jahres Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz in der rot- roten Koalition von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).
Die gut 40 stimmberechtigten Versammlungsteilnehmer empfahlen, den Modellversuch „Begleitetes Fahren ab 17“ dauerhaft in Bundesrecht zu überführen und das Zugangsalter von 16 Jahren für den Mopedführerschein beizubehalten. Seit ihrer Gründung 1991 arbeitet die Landesverkehrswacht erklärtermaßen für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf den Straßen. Für sie sind nach eigenen Angaben rund 670 Ehrenamtliche tätig. Mit ihren Aktionen und Veranstaltungen erreiche sie jährlich rund 250 000 Menschen. Quelle MOZ , Bildzeitung, Die Welt etc.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
die Osterzeit nimmt nun alle bereits sehr in Ihren Bann und auch ich kann mich dieser nicht entziehen. Das Osterfest ist im eigentlichen Sinne ein christliches Fest und so feiere ich es auch. Dies ist natürlich und verständlich, da ich evangelischen Glaubens bin. Vom Osterfest geht eine friedliche und auch besinnliche Ermahnung an alle Menschen auf dieser Erde.
Ich will nicht über große Weltpolitik schreiben, die landesspezifische bzw. die Politik in Cottbus an sich ist ja auch bedeutend. Vor kurzem habe ich mich in Cottbus mit der Initiative „Pro Tram“ getroffen. In einem längeren Gedankenaustausch haben wir zusammen unsere Meinungen zur Straßenbahn in Cottbus dargelegt Es war ein inspirierendes und zumindest für mich auch lehrreiches Gespräch.
Besonders geärgert hat mich in den letzten Tagen die Tatsche, dass der Cottbuser Bahnhof immer noch ein in wesentlichen Teilen unfreundlicher Bahnhof für Menschen mit Behinderung ist. Es ist für mich nur noch verwunderlich wie schräg seitens der DB AG argumentiert wird. Nun wird darauf verwiesen, dass beim Neubau des Bahnhofes die Belange der Menschen mit Behinderung berücksichtigt werden. Dies ist ein schlechter Witz. Menschen mit Behinderung sind ein Teil dieser Gesellschaft und sollen gleichberechtigt an derselben teilhaben. Das muss ihnen jedoch auch ermöglicht werden. Insoweit geht es hier nicht um Almosen sondern um Menschenrechte. Dies sollte auch die DB AG erkennen.
Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesegnetes und friedliches Osterfest. Dies zu verbringen in Ruhe und Erinnerung und sich damit für die täglichen Mühen zu ertüchtigen, ist wohl das vornehmste Ziel. Viele Menschen werden in den Osterferien mit den Angehörigen verreisen und Ruhe und Kraft tanken wollen. Ich wünsche Ihnen alle, dass dies gelingen möge.
Ihr Jürgen Maresch

Zur Umsetzung der „UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen“ debattierte der Landtag Brandenburg Ende Februar über den Fahrplan, wie für die Betroffenen die allgemeinen Menschen- und Grundfreiheiten gefördert, geschützt und gewährleistet werden können . Dabei ist die Gewährleitung der gleichberechtigten Teilhabe am alltäglichen Leben für die Betroffenen der Grundkonsens bei allen zu treffenden Maßnahmen.
Am 26. März 2009 wurde die Konvention in Deutschland zu innerstaatlichem Recht. Damit werden allgemeine Menschen- und Grundrechte der Bundesrepublik explizit auch für Menschen mit Behinderung als rechtlich bindend erklärt. Da die „umfassende Gleichstellung und Teilhabe behinderter Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft“ sichergestellt werden muss und dies bundes-, landes und kommunalpolitische Maßnahmen erfordert, behandelte die Landtagssitzung einen Entschließungsantrag der rot-roten Koalition, wie zu verfahren wäre.
Aus meiner persönlichen Perspektive sehe ich natürlich noch zahlreiche Mängel und Probleme, die es mit der Gleichstellung behinderter Menschen gibt. Gerade im europäischen Vergleich liegt Deutschland in der Umsetzung allgemeiner Gleichbehandlungsgrundsätze zurück.
Ein Beispiel für den Reformbedarf der Förderung behinderter Menschen ist die Bildung. Die UN-Konvention verpflichtet Deutschland inklusive Bildung als Leitbild für den Umgang mit behinderten Kindern ernst zu nehmen und umzusetzen. Das Interesse vieler Eltern, eine Förderschulstruktur für ihre Kinder aufrechtzuerhalten, weil sie dort in der Regel gut gefördert werden und daneben das „Normalsystem“ eine derartige Förderung wohl nicht ermöglicht, zeigt die Schwierigkeit im Umgang mit deren voller Einbindung. Idealerweise und als Ziel für die nächsten Jahre steht die Inklusion aller Menschen mit Behinderung im Bildungsbereich, die bestmögliche Förderung im „normalen“ Schulsystem.
Schon dieses eine Beispiel zeigt die Schwierigkeit, den betroffenen Menschen die vollständige Teilhabe zu ermöglichen, auch wenn vieles heute für ihre Eltern gut und gangbar erscheint. Wichtig ist aber, dass die Maßnahmen, die getroffen werden, in Abstimmung und nach Beratung mit Betroffenen erfolgen und nicht an ihnen vorbei.
Insgesamt ist die UN-Konvention ein wichtiger Impuls für die Politik dieses Landes, die gleichberechtigte Teilhabe aller Betroffenen und ihrer Angehörigen im alltäglichen Leben zu ermöglichen.
Streitpunkt der Landtagssitzung war teilweise die Auslegung der Konvention. Dabei ging es um den Zeit- und Aktionsrahmen, die der Landtag der Landesregierung bei der fälligen Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes vorgab. Mit den Stimmen der rot-roten Regierungskoalition setzte das Parlament das Stichdatum des 30.06.2011 für den Gesetzentwurf und legte unter anderem die Schwerpunkte Inklusive Bildung, Barrierefreiheit und Teilhabe am Arbeitsleben für ein Maßnahmenpaket für Menschen mit Behinderungen fest. Ein besonderes Augenmaß liegt auf der Einbeziehung von behinderten Menschen und ihren Interessenvertretungen bei der Erarbeitung des Maßnahmenpaketes.
Der Weg der sorgfältigen Erarbeitung eines tragfähigen Konzeptes und praktikablen Lösungen kann lang sein, man darf ihn aber nicht verlassen, nur der schnellen Ergebnisse wegen. Klar aber muss allen Beteiligten und vor allem der Politik eins sein: Die unter allen Umständen zu realisierende gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung und ihrer Angehörigen am alltäglichen Leben kostet Geld. Diese Tatsache darf nicht dazu führen, dass die Umsetzung der Konvention stockt bzw. ins Stocken gerät. Hier geht es um Menschenrechte. Eine Gesellschaft die den Schwächsten nicht hilft und ihnen beisteht, obwohl sie es könnte, ist moralisch am Ende. Dazu darf es niemals kommen. von Jürgen Maresch
Ja – ich bin ein Mann.
Die Frage ist zu stellen, ob ein Mann etwas zum Internationalen Frauentag sagen darf. Natürlich darf er das – zumindest denke ich das.
Allen Frauen wünsche ich anlässlich des Internationalen Frauentages alles Gute.
Der Internationale Frauentag blickt auf eine sehr lange Tradition zurück. Wesentliche Grundlage für seine Entstehung war der Kampf um Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Initiiert wurde dieser Tag durch Clara Zetkin. Durch Beschluss der 2. Kommunistischen Frauenkonferenz 1921 erfolgte die Festlegung, dass der Internationale Frauentag am 8. März begangen wird. Seitdem ist viel Zeit ins Land gegangen. Ich erinnere mich an meine Jugend. Da wurden am 8. März die Frauen bedient, sie standen an diesem Tag im Vordergrund. Aber – und das gilt ja genauso heute. Wieso nur an diesen Tag? Eigentlich sollte immer Internationaler Frauentag sein. Für mich bedeutet Internationaler Frauentag auch, zurückzublicken. Was wurde bereits erreicht? Was gilt es noch zu erreichen?
Ich bin grundsätzlich kein Freund von platten Aussagen, wie, dass Frauen auch noch heute beständig benachteiligt werden. Wir alle wissen, dass dies in großen Teilen unseres Lebens so nicht mehr stimmt. Natürlich gibt es noch viel zu verbessern. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es keine Ungleichbehandlung gegenüber Männern geben darf. Frauen sollen also zum Beispiel genauso viel verdienen können wie Männer.
Aber – als Mann sei mir das gestattet. Ich sehe auch Verwerfungen. Es darf nicht passieren, dass Frauen einseitig bevorzugt werden, weil sie Frauen sind. Denn damit wird das Ziel des Internationalen Frauentags einfach ins Gegenteil verkehrt. Damit werden Frauen herabgesetzt. Entscheidend darf niemals das Geschlecht sein, sondern der Charakter und das Wissen. Wir haben heute zum Beispiel eben nicht nur Frauenbeauftragte, wir haben Gleichstellungsbeauftragte. Die sind auch für Männer da.
Das Bild des Mannes hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Männer nehmen sehr viel mehr Verantwortung zu Hause war, die traditionellen Rollenbilder gibt es längs nicht mehr. Mann und Frau unterscheiden sich in vielen Dingen. Ich sage – Gott sei Dank. Was wir wirklich benötigen ist nicht eine Gleichschaltung von Mann und Frau, sondern eine tatsächliche Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dies heißt auch, dass anerkannt wird, dass Männer sich in vielen Teilen massiv geändert haben. Es ist inzwischen empirisch eine gesicherte Tatsache, dass wir wieder mehr männliche Erzieher und Lehrer benötigen.
Also liebe Frauen – herzlichen Glückwunsch. Vieles was wir Männer tun und wie wir handeln ist für Euch nicht verständlich. Das gilt aber genauso für uns Männer, wenn wir Euch beobachten und erleben.
Diese Unterschiedlichkeit empfinde ich als reizvoll und schön. Ich wünsche mir eine tatsächliche Gleichberechtigung von Mann und Frau. Ich wünsche mir aber auch, dass das Knistern zwischen Mann und Frau, die unterschiedlichen Ansätze von Mann und Frau nichts Negatives sind, sondern im Gegenteil –das sie uns befruchten und weiter bringen. Nicht Gleichmacherei sondern Gleichbehandlung war und ist wesentliches Ziel des Internationalen Frauentages. In diesem Sinne liebe Frauen- ein vielleicht streitbarer und anderer Ansatz zu diesem Ehrentag aber dafür umso ehrlicher – Herzlichen Glückwunsch.
Euer Jürgen Maresch
Es war die erste Haushaltsdebatte für uns als Regierungspartei – und dafür fanden wir die besten Voraussetzungen vor: Trotz krisenbedingt sinkender Steuereinnahmen und trotz der Belastungen durch die Politik der Bundesregierung finanziert der rot-rote Haushaltsentwurf alle zentralen Vorhaben des Koalitionsvertrages. Dennoch schöpft er den verfassungsmäßig erlaubten Rahmen für die Aufnahme neuer Schulden nicht aus. Er zeigt: Wir haben damit begonnen, Brandenburgs Weg neu zu justieren. Die Leitidee von Gemeinsinn und Erneuerung ist in das Zentrum der Erneuerung aus eigener Kraft getreten.
Rot-Rot will für gute Arbeit für alle sorgen. Deswegen bilden wirtschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität eine untrennbare Einheit – so z.B. durch ein Gesetz zur Vergabe öffentlicher Aufträge nach Mindestlohnstandards. Arbeitslosen soll ein Weg zurück ins Erwerbsleben eröffnet werden – für 8000 von
ihnen durch einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor (ÖBS). Im öffentlichen Dienst kommen betriebsbedingte Kündigungen nicht in Frage. 45.500 Stellen wird es 2014 im Landesdienst geben; 2019 noch 40.000 Stellen. Dafür eröffnen wir Einstellungskorridore – nicht nur im Schuldienst.
Zweiter Schwerpunkt: gute Bildung für alle – von Anfang an. Wir verbessern den Betreuungsschlüssel in den Kitas deutlich. Und wir stellen zum neuen Schuljahr 450 junge Lehrer ein – doppelt so viele wie vor Rot-Rot geplant! Über die gesamte Legislaturperiode hinweg gibt es hier 1250 Neueinstellungen - so viel wie noch nie seit 1990. Deswegen werden wir bundesweit um junge Lehrerinnen und Lehrer werben – und damit zugleich für Brandenburg als Land, das jungen Menschen Perspektiven bietet, weil z.B. ihre Kinder hier gut aufgehoben sind.
Dritter Schwerpunkt: Innovation. Wir erhalten unsere vielfältige Hochschullandschaft – ohne Studiengebühren! Wir helfen vor allem kleinen und mittleren Unternehmen, neue Geschäftsfelder bei innovativen Technologien zu erschließen, mit der Wissenschaftseinrichtungen zusammenzuarbeiten - und die Eigenkapitalausstattung zu verbessern.
Der Opposition mussten wir sagen: Ausgleich und Abwägung tun in der Finanzpolitik not. Das hat mit einem bloßen Nebeneinander von wünschbaren Dingen nichts zu tun – seien es Ausgaben, Steuersenkungen oder radikale Vorstellungen von der Schuldenbremse. DIE LINKE hat im Wahlkampf eine Finanzpolitik mit Courage und Augenmaß gefordert. Die gibt es jetzt.
von Stefan Ludwig Stellv. Fraktionsvorsitzender
In der GeselIschaft ist vieles Wichtige bislang ungetan. Der Grund: Damit lässt sich kein schneller Euro machen. Doch die LINKE-Fraktion meint: Deswegen dürfen diese wichtigen Tätigkeiten nicht liegen bleiben. Es wartet viel gute Arbeit mit Zukunft: Im Umweltschutz, beim Sport und auch sozial, von Mensch zu Mensch. Jetzt nutzt Rot-Rot die Chance und startet: Mit dem Öffentlich geförderten Beschäftigungs-Sektor (ÖBS). Das ist kein neues Etikett für ABM oder 1-Euro-Jobs, sondern ein neuer Weg: Denn der ÖBS finanziert endlich „Gute Arbeit" statt Arbeitslosigkeit. Und er zeigt einen Weg aus der Armuts-Verwaltung. hier mehr erfahren

COTTBUS: Nach der Bedrohung des Cottbuser Linken-Stadtverordneten Jürgen Maresch durch Neonazis haben Oberbürgermeister Frank Szymanski und Stadtverord-netenvorsteher Reinhard Drogla (beide SPD) Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Maresch hatte in der Stadtverord-netenversammlung im Januar seine Empörung über das Verhalten der beiden NPD-Vertreter zum Ausdruck gebracht, die bei einer Schweigeminute für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft demonstrativ sitzen blieben. Im Internet ist er daraufhin massiv bedroht worden. "Das geht bis zu Morddrohungen gegen meine Person", sagte Maresch. (BLZ)

Wenn ich heute ein wenig zurückblicke, dann kann ich mit Fug und Recht feststellen, dass sich mein bisheriges Leben sehr verändert hat. Ich habe nicht ohne Ängste meinen Beruf als Polizist zeitweise an den Nagel gehängt.
Zunächst bleibt heute festzustellen, dass ich mich in meine neuen Aufgaben eingefunden habe. Dies gilt für meine parlamentarische Arbeit, für meine Arbeit im Wahlkreis, als auch natürlich für meine Arbeit in der Partei.
Die Arbeit in der Fraktion hat sich als am schwierigsten erwiesen. Hier war sehr, sehr viel Eigeninitiative gefragt. Letztendlich war der Weg alles selbst zu erfahren und zu klären zwar mühselig und anstrengend, aber natürlich auch intensiver.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraktion konnte ich jederzeit um Rat fragen, ich bekam immer Hilfe. Dies war sehr angenehm. In dem Zusammenhang möchte ich etwas sehr positives hervorheben. Für das Funktionieren des Brandenburger Landtages sind zahlreiche Menschen mit verantwortlich, die man so nie in der Öffentlichkeit sieht. Diese Menschen sind unheimlich wichtig. So hätte ich ohne meine mir zugeteilte Verantwortliche des Bereiches Personal niemals die ersten Schritte als MdL unternehmen können. Das geht von Abrechnungen, über Mietverträge bis zu Einstellungen von Mitarbeitern. Ohne Frau Hildebrand von der Verwaltung des Landtages hätte ich dies nicht geschafft. Sie hatte so unendlich viel Geduld mit mir. Und ich bin mir sicher – ich habe sie ganz schön genervt. Auch die Kantine im Landtag und die Betreuung außerhalb des Plenarsaals mit Getränken und Essen sind immer ausgezeichnet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind immer freundlich und zuvorkommend, selbst im größten Stress. Ich kann nicht alle erwähnen, aber es ist tatsächlich so – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landtages geben sich alle Mühe, es den Abgeordneten so angenehm wie möglich zu machen und diese in allen Belangen zu unterstützen. Diese Menschen werden viel zu selten genannt, ihnen wird viel zu selten gesagt, wie angenehm und hilfreich ihre stets freundliche und nie ermüdende Hilfsbereitschaft ist. Ich erwähne dies deshalb so ausführlich, weil es mir in meinen ersten Tagen im Landtag wirklich aufgefallen ist und weil es mir so sehr geholfen hat.
Im Wesentlichen war meine bisherige Arbeit natürlich von dem alles überlagernden Themen der Verstrickungen im Zusammenhang mit der ehemaligen Staatssicherheit überlagert. Aber – und das wird selten berichtet- es wurde auch sehr wohl parlamentarisch gearbeitet. Die Arbeit in der Fraktion findet hauptsächlich in den Arbeitskreisen statt. Hier wird die grundsätzliche politische Arbeit der Fraktion geleistet. Natürlich nimmt die Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner auch einen großen Raum ein.
Ich selbst bin Sprecher für Menschen mit Behinderung und Minderheiten. Dies habe ich mir selbst ausgesucht. Ich wurde häufig gefragt, warum ich nicht – als ehemaliger Polizist- für die Innenpolitik verantwortlich bin. Dies hat sicher mehrere Gründe. Ich denke, dass das Thema Menschen mit Behinderung ohnehin viel zu selten im öffentlichen Fokus steht. Dies möchte ich ändern. Wenn man bedenkt, dass ca. 200 000 Menschen in Brandenburg leben, die von einer Behinderung betroffen sind und davon jeder 20. mit einer Behinderung geboren wurde, wird deutlich, dass es jeden treffen kann. Dies ist vielen Menschen so nicht bewusst oder sie verdrängen es. Ich möchte aber nicht, dass an Menschen mit Behinderung immer nur an besonderen Tagen gedacht wird. Dies ist Grund falsch. Es muss immer und zu jeder Zeit – bei allen gesetzlichen Maßnahmen- an diese Personengruppe gedacht werden. Die gleichberechtigte Teilnahme am alltäglichen Leben für Menschen mit Behinderung und ihren Familienangehörigen und ihren Betreuern muss auch heute noch immer wieder erkämpft werden. Diese Menschen haben keine Lobby. Sie aber sind die Schwächsten der Gesellschaft, sie brauchen unsere Solidarität, und, darüber sollen sich alle klar sein, gleichberechtigte Teilhabe kostet Geld.
Sonst ist es in einer Fraktion auch wie im alltäglichen Leben. Kommt man irgendwo neu hin, muss man sich erst beweisen. Man fängt also wieder ganz von unten an. Dies ist nun einmal so und ich beklage das nicht.
Die Arbeit im Parlament ist spannend und ereignisreich. So habe ich sie mir vorgestellt. Ich selbst bin ordentliches Mitglied im Europaausschuss und in der parlamentarischen Kontrollkommission. Des Weiteren bin ich auch ein Schriftführer im Parlament. Dies gibt mir ab und an die Gelegenheit neben dem Präsidenten bzw. der Vizepräsidentin des Landtages zu sitzen und die jeweiligen Debatten „von oben“ zu verfolgen. Diese Debatten sind mitunter scharf und pointiert, bisweilen sehr polemisch. Aber genau das macht ein Parlament aus.
Der Landtag an sich versprüht einen gewöhnungsbedürftigen Charme. Es ist nun allerdings der erste Landtag, den ich so intensiv erfahre. Die baulichen Gegebenheiten am und im Landtag sind mitunter sehr zu beklagen und verlangen von allen einiges ab.
Dies nun sind meine ersten, sehr subjektiven Eindrücke. Natürlich werde ich Ihnen/Euch in der Folgezeit regelmäßig über meine Arbeit im Wahlkreis und im Parlament unterrichten. Hierzu werde ich das Herzblatt und meine Homepage nutzen. Dazu haben Sie/Ihr auch die Gelegenheit meine parlamentarischen Aktivitäten in den Medien wahrzunehmen. Wobei dies ja auch immer im Auge des Betrachters, hier also der Journalisten, steht. Aber wenn man erlebt, wie einige Journalisten mitunter arbeiten, dann macht mich dies doch sehr nachdenklich.
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
mein Wahlkreisbüro in Cottbus und Guben ist für Sie immer offen. Ich muss noch den Umgang mit meinen persönlichen Terminkalender verinnerlichen. Inzwischen bin ich ein Sklave desselben. Aber, und dies ist mir persönlich sehr wichtig, ich und meine Mitarbeiter sind für jeden Bürger ansprechbar. Dies ist meine oberste Pflicht. Da zu sein für die Menschen in Brandenburg. So schwülstig wie das klingt – so sehr meine ich das ernst. Die Menschen, die mich kennen, wissen das.
Ihr / Euer Jürgen Maresch
Lausitzer Rundschau vom 28.01.2010
Cottbus: Mit großer Empörung haben die Cottbuser Stadtverordneten am Mittwoch auf die Weigerung der beiden NPD-Abgeordneten reagiert, sich an der Schweigeminute für die Opfer des Holocaust zu beteiligen. Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Drogla (SPD) hatte die Gedenkminute einberufen und die Abgeordneten und Gäste gebeten, sich von ihren Plätzen zu erheben.
Diese Aufforderung missachteten die NPD-Abgeordneten. „Ich kann damit nicht leben, dass diese beiden Nazis sitzen bleiben“, protestierte unter Beifall der anderen Stadtverordneten Jürgen Maresch (LINKE). sh
Klaus Ness und Thomas Nord zum regulären Treffen der Koalitionsparteien am gestrigen Abend.
Potsdam, 21. Januar 2010: Im Koalitionsvertrag haben sich SPD und Linke darauf geeinigt, regelmäßige Sitzungen des Koalitionsausschusses abzuhalten. Der Koalitionsausschuss soll mindestens alle drei Monate tagen. Die gestrige Sitzung war das zweite turnusmäßige Treffen der beiden Koalitionspartner. Dazu erklären der SPD-Generalsekretär Klaus Ness und der Landesvorsitzende der Linken Thomas Nord:
„Der regelmäßig tagende Koalitionsausschuss hat gestern Abend die Eckpunkte im Haushalt 2010 bekräftigt. Klarer Schwerpunkt in diesem Jahr wird die Bildungspolitik. Zentrale Maßnahmen werden die bereits in Angriff genommene Einführung des Schüler-Bafögs und die Verbesserung des Kita-Personalschlüssels. Zudem wird das Land Brandenburg so viele Lehrer einstellen wie noch nie seit 1990. Um die im bundesweiten Vergleich gute Schüler-Lehrer-Relation zu halten, werden wir bis zum Ende der Legislaturperiode 1.250 Lehrerinnen und Lehrer in den Schuldienst holen, möglichst viele von ihnen bereits in diesem Jahr.Die beiden Koalitionsparteien haben sich auch darauf geeinigt, gemeinsam mit den Initiatoren der Volksinitiative zur Stärkung der Musikschulen das Gespräch zu suchen.“
Jürgen Maresch zu Besuch auf der Bildungsmesse IMPULS.
DIE LINKE war wie jedes Jahr die einzige Partei auf der Bildungsmesse IMPULS vom 08.01. bis 09.01.2010 in der CMT Cottbus. Dafür bekommen wir von Staat Geld.
Im Parteiengesetz der Bundesrepublik Deutschlands ist zu lesen: "Die Parteien wirken an der Bildung des politischen Willens des Volkes auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens mit, indem sie insbesondere auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung Einfluss nehmen, die politische Bildung anregen und vertiefen, die aktive Teilnahme der Bürger am politischen Leben fördern, zur Übernahme öffentlicher Verantwortung befähigte Bürger heranbilden..."
Genau das nehmen wir uns zum Herzen und Informierten die jungen Menschen über politische Inhalte, gesellschaftliche Zusammenhänge und die Aufgabe von Parteien. Über 300 junge Menschen nahmen an unseren "LINKEN" Quiz teil, fünf von Ihnen können sich auf tolle Preise freuen.
Es waren zwei sehr interessante und informative Tage und wir freuen uns schon jetzt auf die IMPULS im Jahr 2011.

Jürgen Maresch zum Weihnachtskonzert der Bundespolizei in Berlin.
Ein wunderschönes Konzert..... Ich bedanke mich bei meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, für diesen sehr schönen Abend. Ich werde mich immer gern für die Belange der Polizistinnen und Polizisten einsetzen.